Archiv: Melodram

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Oktober 05, 2019

Proserpina in Lübeck

Proserpina in Lübeck in der Kulturdornse:

Wir spielen die tanztheatralische Performance das nächste Mal am Samstag, 26. Oktober, und hoffen auf zahlreiches Publikum.
Bisher haben alle unsere Zuschauer nach der Performance geschwärmt, was uns natürlich sehr freut.

Neben den Vorstellungen beginnen wir allmählich mit dem Drehbuch und den Konzeptionen für eine Verfilmung dieser Produktion. In ganz neuer medialer Umsetzung und an ausgewählten Drehorten versuchen wir so die spezielle und phantastische Stimmung der Konstruktion einzufangen.

Während unseres Weihnachtsprogrammes und Anfang des neuen Jahres werden die Dreharbeiten sein, während der wir Sie dann gerne mit interessanten Neuigkeiten auf dem Laufenden halten.

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September 21, 2019

Proserpina-Material

Wir möchten Ihnen, unseren Zuschauern, nach der erfolgreichen Premiere gestern, gerne den Text von Goethe als Material zur Verfügung stellen. Scheinbar ist das Monodrama nicht in allen Gesamtausgaben der Goethe-Werke vorhanden. Sie können den Text zwar auch auf der gutenberg.spiegel.de Seite finden, aber um es Ihnen bequemer zu machen, haben wir hier eine PDF-Datei erstellt und bieten sie Ihnen an.

Zusätzlich können Sie den Text auch als Ablauf- und Strukturbeschreibung herunterladen.

 

Für weitere Anregungen sind wir natürlich offen.

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September 20, 2019

Premierenfieber

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen wir gespannt unserer Premiere von “Proserpina” (Persephone) heute Abend entgegen.
Nach langen und wunderbaren und reichen Wochen der Proben können wir nun ein schlüssiges und poetisches tanztheatralisches Werk, eine Performance, präsentieren, auf die wir stolz sind.

Wir haben endlich wieder unseren Ursprung in der Arbeit gefunden und verweben Elemente des melodramatischen Spielens mit Bewegungssymbolik, mit entschleunigten Momentaufnahmen einer Seelenschau und Licht- und Schattenspielen. Musik in Wort und Ton vereinigen die Figuren zu einer Einheit aus Mythos, psychologischem Erkennen und der Beschäftigung mit Individuation.

Ein paar Eindrücke von Carla aus den Hauptproben bringen Sie hoffentlich zu uns:

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Tanztheatralische Performance

Tanztheater, Performance, wie sollen wir es nennen?
Wann beginnt denn Tanz?
Ist denn nicht jede geführte und empfundene Bewegung Tanz?

Carla Gesikiewicz als Proserpina

Ist nicht auch gesprochenes Wort Tanz?

Die Sätze zu formulieren bedeutet doch Bewegung. Beabsichtigte, choreografierte. Und auf der Bühne stets auch reproduzierbare. Die Modulation, die Melodie der Sprache vereint die tänzerischen Komponenten der Musik mit der der Bewegung. Und die Sprache bedarf des ganzen Körpers um ihr komplettes Potential an Ausdrucksmöglichkeit zu entfalten.

Also ja: Alles ist Tanz. Nicht im klassischen Sinne, aber im Sinne der performativen Kunst allemal.

Wie stolz und glücklich und beseelt ich bin, mit Carla dieses Stück erarbeiten zu können, lässt sich an dieser Stelle hier nicht wiedergeben. Es ist eine Ausnahmesituation mit einer jungen Schauspielerin arbeiten zu dürfen, die aus ihrem innersten Selbst eine Qualität hervorbringen kann, die mir in meinen letzten zwanzig Jahren nur selten in der Arbeit begegnet ist.

So künstlerisch arbeiten zu können ist es, was mir immer vorgeschwebt hat, und so wird ein Werk geschaffen, das in absoluter Zusammenarbeit zu dem wird, was ich ohne Zögern als unsere Vorstellung von Theaterkunst nach außen tragen will.

Ein auf minimale Mittel zurückgeworfenes Stück, das in einer knappen Stunde aufzeigt, dass die Probleme zu Zeiten Goethes in den Phasen der Individualisierung nicht einen Deut geringer waren als heutzutage.

Ein Tanzkonstrukt, das, nach “tRaum 7/11/26“, weiter erforscht, inwieweit alle Körper tänzerische Formen ausdrücken, welche dieser individuell sind, und was ein philosophischer Blick auf Tanz in der Bedeutungswahrnehmung und der Symbolik von Choreografie zu ändern vermag.

Zugegeben, wir haben in der Vorarbeit, viel Recherche über die Arbeiten aktuell etablierter Choreografen geleistet, haben uns inspirieren lassen. Mehr jedoch über ihre Denkweise, denn ihr Bewegungsrepertoire. Das haben wir uns neu gesucht, und sind da erst am allerersten Anfang einer langen Reise.

Robert Bondara, Akram Khan, Angelin Preljocaj, Liam Scarlett, Richard Siegal und Wayne McGregor sind nur Vorbilder, keine Vorgeber. Pina Bausch nur tradierte Rechtfertigung für die Köpfe der Zuschauer.
Und trotzdem verehren und bewundern wir ihr Schaffen, schöpfen unendlich emotionale Kraft aus ihrem Wirken.

Sehnen, Hoffen, Schaffen, eine Not dazu ist immer noch brennend und lodert und bleibt.

 

Fünf Wochen vergingen wie im Flug… nun harren und warten wir auf Sie, auf Euch.