Archiv: Tanztheater

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September 12, 2017

11. Lübecker Theaternacht

Die 11. Lübecker Theaternacht findet am 7. Oktober 2017 statt.

Zum ersten Mal ist die Kulturdornse mit dabei und stellt sich mit kurzen inszenierten Programmen vor, in denen wir Ihnen, unserem Publikum, einen Abriss unserer Veranstaltungsthemen geben wollen.
Musik, Text, Tanz; all das sind stets Elemente unserer Abende.

Hier präsentieren wir Ihnen unser Programm der Theaternacht, dem wir das Motto
„Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen…“
gegeben haben.

Die Mitwirkenden sind: Carla Gesikiewicz, Annette Gleixner, Anne Patzer, Saskia Schmidt-Enders, Carsten Abelbeck, Peter Ortmann und Stephan Joachim.

Wir freuen uns darauf, Sie um
17.00 | 18.00 | 19.30 | 20.30 | 21.45 | 22.30 | 23.15 Uhr
bei uns begrüßen zu dürfen.

Karten erhalten Sie auf Nachfrage gerne jederzeit über uns im Vorverkauf (0451 59988605) oder am Abend.

Das Programm der Kulturdornse bei der 11. Lübecker Theaternacht:


*   *  * * *  *   *
NACHMITTAG
(17 & 18 Uhr)

Carla Gesikiewicz
Annette Gleixner
Anne Patzer
Carsten Abelbeck
Peter Ortmann
Stephan Joachim

 

 

*
Johann Wolfgang von Goethe
Aus Faust I:
Vorspiel auf dem Theater
Dichter, Theaterdirektor, Lustige Person
(Anne Patzer/Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Carla Gesikiewicz)

*
August von Löwis of Menar
Aus dem Märchen „Oletschka“ (Schneewittchen)
Erzähler, Zarin, Der Spiegel, Oletschka, Hexe
(Stephan Joachim, Anne Patzer, Peter Ortmann/Carsten Abelbeck, Annette Gleixner)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Die Schönheit
Schneewittchen (Carla Gesikiewicz)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Hymne an die Schönheit
(Stephan Joachim)

*
Georg Heym
Aus den Tagebüchern:
20. 7.1906
(Peter Ortmann/Carsten Abelbeck, Peter Ortmann)

*
Klabund
Aus „Ode an Zeesen“
Jazzimprovisation & Text
(Peter Ortmann, Stephan Joachim)

Aus mit Musik

 

*   *  * * *  *   *
ABEND I
(19.30 & 20.30 Uhr)

Carla Gesikiewicz
Annette Gleixner
Anne Patzer
Carsten Abelbeck
Peter Ortmann
Stephan Joachim

 

 

*
Johann Wolfgang von Goethe
Aus Faust I:
Vorspiel auf dem Theater
Dichter, Theaterdirektor, Lustige Person
(Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Carla Gesikiewicz)

*
August von Löwis of Menar
Aus dem Märchen „Oletschka“ (Schneewittchen)
Erzähler, Zarin, Der Spiegel, Oletschka, Hexe
(Stephan Joachim, Gast, Carsten Abelbeck, Annette Gleixner)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Die Schönheit
Schneewittchen (Carla Gesikiewicz)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Hymne an die Schönheit
(Stephan Joachim)

*
Georg Heym
Aus den Tagebüchern:
20. 7.1906
Jazzimprovisation & Text
(Peter Ortmann, Carsten Abelbeck, Stephan Joachim)

*
Hugo von Hofmannsthal
Aus Elektra:
Monolog
(Anne Patzer)

*
Klabund
Aus „Ode an Zeesen“
Jazzimprovisation & Text
(Peter Ortmann, Stephan Joachim)

Aus mit Musik

 

*   *  * * *  *   *
ABEND II
(21.45 & 22.30 & 23.15 Uhr)

Carla Gesikiewicz
Annette Gleixner
Anne Patzer
Saskia Schmidt-Enders
Carsten Abelbeck
Stephan Joachim

 

 

*
Johann Wolfgang von Goethe
Aus Faust I:
Vorspiel auf dem Theater
Dichter, Theaterdirektor, Lustige Person
(Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Carla Gesikiewicz)

*
Georg Heym
Aus den Tagebüchern:
20. 7.1906
(Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Saskia Schmidt-Enders)

*
Hugo von Hofmannsthal
Aus Elektra:
Monolog
(Anne Patzer)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Die Schönheit
Schneewittchen (Carla Gesikiewicz)
*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Hymne an die Schönheit
(Stephan Joachim)

*
Saskia Schmidt-Enders
Aus „Chansons“
(Saskia Schmidt-Enders)

Aus mit Musik

 

Die Internetseite der 11. Lübecker Theaternacht finden Sie hier.

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Februar 14, 2014
Geschrieben von: , Kategorie: Ein Endgang, Events, jo.art, Veranstaltungen

Ein Endgang

Endlich!

Endlich wird es eine neue Produktion geben. jo.art meldet sich zurück.

Und ENDLICH ist auch das Thema des Stückes. Drei Menschen stellen die das Leben begleitende allüberragende Konstellation des Seins dar: Das Sein, dass im Werden zum Vergehen gezwungen ist.
Eine Tänzerin, die davon spricht und singt, eine Schauspielerin, die davon tanzt und weint, ein Schauspieler, der tanzend den Gesang suchend, den Ahn verliert, zum Ahn werdend vergeht.

Ein Endgang„!

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Mai 28, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: Ein Endgang, jo.art, Veranstaltungen

Ein Endgang – Skizzen

Möglich: Ein Mann; möglich: Eine Frau; angenommen: Ein Mann sitzt, er sinniert, er weiß um seinen Tod. Er wartet.

Auf der anderen Seite, möglich: Eine Frau; möglich: Ein Mann; angenommen: Eine Frau sitzt, sie schreibt, sie erinnert ihr Sein.
Sie ist die Erinnerung und die Sehnsucht und die Begleiterin – des Mannes.

Dann: Unfassbar, seiend, aber Anteil des Mannes, ein Wesen: Engel, Tod, Richter, Ma`at.

Vorgang? Keiner.

Der Mann wartet; das intensiv und Zwischenwelten evozierend.
Das Wesen geht durch den Raum, es verkörpert Zeit, Sein und Vergehen, Sein und Werden; es ist Norn und Ma`at.
Seine Berührung wühlt in der Linearität der Zeit. Neben seinem Geleiten in diesem Falle, geleitete und geleitet es Tausende zuvor, danach. Wir sehen sie nicht, aber ihre Hüllen, ihre warme duftende Kleidung, wird von ihm einher- und dahingetragen. Es nimmt sie an sich, um sich mit dem Hauch einer Ahnung vergangener Seele zu umhüllen und zu bedecken. Und es vollbringt einen Weg; dann sie ablegend, umkehrend, zur Seite tröstend, langt es erneut bei einer sterbenden Seele an, auch sie übernehmend.

Zurück zum Mann. Wir nehmen an, seiner Haltung entdeutend, er weiß zum Sterben trauriges Wissen.
Dann kommt der Augenblick, in dem zur Klarheit sich festigt das Wissen: Nun ist sie da: Die Unausweichlichkeit. Keine Hoffnung, kein Aufschub, kein Zurück! Die ERKENNTNIS.
Und gleichsam, wie man behauptet, das Leben ziehe vorbei, erinnert er sich doch nur an: Sein Glück und Elend, sein Hohes und Tiefes; Und: seine Geleitungen des Erdenseins. Sein ergänzendes, ihn vervollkommnendes Sein: Das Prinzip Weiblichkeit, gegenübergestellt dem Prinzip Mannheit. ERINNERUNG: Prinzip des Bewusst-Seins.

Nachgerade versagt der Wunsch des Bleibens und die Neugier auf den NU erwacht. Sein Wollen ist nun Abschied, seine Bereitschaft. Und ein Strudel, unbewiesen, voller Poesie, voller Euphorie erfasst das Sein. Und in einem Nu ist Präsenz Absenz. Und dann?

Gegangen ist sein SIE. Und unfassbar. Ein Tod: Mutter, Vater, Gattin, Kind, Selbst.

Was wird? Prüfung? Weiterdauern? Transformation? Unfassbarkeit. Glaube. Amen

Ω

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Mai 27, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: Ein Endgang, jo.art, Veranstaltungen

Unstern

Ich weiß nicht, warum die Produktion unter immer neuen missvergnüglichen Ereignissen zu leiden hat!

Aber leider ist es nunmal gerade so.
Alle Planungen mit der aktuellen Besetzung sind schon wieder verworfen, weil nicht alle meiner jetzigen Wunschbesetzung so proben und agieren können, wie sie es selbst auch am liebsten hätten.
Wir werden vorerst GERADE JETZT & DANN in einer skizzenhaften Fassung am 31. August (also nicht erst am 1. September) aufführen. Dann gibt es eine zweite Vorstellung am 1. September (und eventuell da noch eine Nachtvorstellung).
Die weiteren Termine werden weitere Skizzen zum Thema bringen, und später im Jahr wird der Theaterabend dann in vollständig gereifter Fassung an einem noch bekannt zu gebenden Ort aufgeführt werden… So hoffen wir inständig.

Somit können Sie zwar das Kartenangebot, das angekündigte, wahr nehmen, aber nur für den 31. August und den 1. September.

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März 08, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: Ein Endgang, jo.art, Veranstaltungen

Entgegenstehen!

Wie können nicht Bilder die Unfaßbarkeit aller Worte enthobenen Geschehnisse aufzeigen. Sie nisten sich in tiefe Regionen unseres Hirns und warten dort als stille Begleiter bis die Seele den Leib verlassen will. Da steigen sie noch einmal an das Licht der rettenden Gedanken und fliehen dann die kraftlos liegende Hülle, die hauchend noch nach ihnen begehrte.
Nun, nun sind sie doppelt gräßlich eingebrannt, und trotzdem Trost, weil durch ihre Macht auch letzte Bande ewig haften können.

Zu schwach zu weinen, erschöpft, im Gang zwar wach, doch hilflos durch die Morgen, Mittage und gar zu sehr die Abende schwankend. Jede Geste ein Bild, eine Rückbesinnung. Matt ergreifend Dinge, erscheint die Hand am fein geschnitzten, doch lebensschwer bestrebten Arm, der Blatt für Blatt wie Granitblöcke wendet. Ein Seufzer, mehr gebraucht als je, stellt unverrückbar den Anschein letzter Atemzüge vor die Brust. Und doppelt stöhnt der Leib, noch mehr durch wiederum Erinnerung.
Erinnerung an Wellen wilder Kämpfe. Die Arme breiten sich wie Schwingen ohne Federn, vom Lebenstod gerupft, Zeichen gebannten Denkens. Keine Möglichkeit mehr neue Flüge zu beginnen, neue Ziele zu stecken. Es kann nur bleiben: Neugier. Der Anker, der den Geist erfrischt, der Körper kann nicht mehr. Wenn alles erlischt ist der letzte Funken Neugier. Neugier auf ein Dann. Auf den Moment, den Nu, an dem Zeit unendlich zu werden beginnt. Auf den Ort hinter dessen Pforte Äonen warten. Neugier auf Welten. Und zu guter Letzt das bißchen Hoffnung. Hoffnung, daß die Neugier ihre Erkenntnis erhält. Hoffnung, ein Hauch. Ein letzter Hauch.

Dann bleibt verderbend Natur als Fleisch, Wurzel neuen Lebens, Atmens, Zeugens; wie lange wird es dauern, bis alles erneut gelebt hat? Jedes Stäubchen, dazu geworden, sich verwandelt hat in Pflanze, Tier und wieder Mensch?

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Februar 29, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: Ein Endgang, jo.art, Veranstaltungen

Der erste Muskelkater

Nun. Die erste Probe war als Annäherung gedacht.
Wenn Schauspieler tanzen, Tänzer singen, Sänger sprechen, und Regisseure dazwischen vermitteln sollen, dann, meine ich, kann ein vorsichtiges Herantasten an einen der Gesamtsituation förderlichen Sprachcode sicherlich nicht hinderlich sein.
In diesem Falle, der Arbeit an „Ein Endgang„, ist auch das Ausloten körperlicher Grenzgänge notwendig.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es geht nicht darum, eine Schauspielerin in eine Tänzerin zu verwandeln, weil das so auch nicht machbar ist. Jeder hat schließlich jahrelange Erfahrung und Gewohnheiten in seinem Betätigungsfeld, und im Idealfall dies schon seit der Kindheit. Es geht darum, das Tänzerische im Mensch Schauspieler zu suchen, zu finden, und mit seinem Handwerk zusammen zu einer neuen Zeichen-Sprache zu definieren.

– Das hat Deborah heute in einer konzentrierten, engagierten und kreativ intelligenten Art geleistet, und ich kann jetzt nicht anders, als mit Ungeduld die nächsten Proben herbei zu warten, weil ich überzeugt bin, sie hat den Ansatz verstanden; und morgen einen Muskelkater.

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Februar 25, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: Ein Endgang, jo.art, Veranstaltungen

Erste Skizzen

Ein Grundgerüst ist entstanden. Die Musik, die mich schon seit Monaten – neben den vielen Requien – begleitet, kann ich allmählich in eine Form bringen. Texte drängen sich vor, somit nach und nach Situationen, Bewegungen, choreografische Elemente.

Skizze zu Ein Endgang

Dieser Augenblick, der dann doch ja keiner ist, dieser Moment, wie könnte er künstlerisch zu finden sein, wenn er nurmehr ein Einziges bleibt, nicht erzählbar, nicht teilbar, da Teilen Erinnern bedeutet, hier nur von Hinterbliebenen?
Sehen wir als Zurückgelassene zu!

Nähern wir uns dem unausweichlichen Nu, er-leiden wir unser eigenes, ganz eigenes Unabwendbare… Gemeinsam.