Archiv: SommerNachtsLesungen

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Juli 23, 2017

Die Götter sind beim Nachtmahl!

(Lena Scholle als Elektra bei jo.art; Detail)

„Allein, ganz allein“ trägt Stephan Joachim diese wortgewaltige Tragödie in einem Aufzug von Hofmannsthal vor.
Es ist seine Paradelesung schlechthin: ELEKTRA. Bekannt mehr als Oper von Richard Strauss ist das Werk dennoch zuerst als Schauspiel von Hofmannsthal geschrieben worden, und erst später von Strauss als Libretto übernommen worden.
In großen Dialogszenen prallen die Charaktere von Elektra, Chrysothemis, Klytämnestra und Orest aufeinander. Psychologische Dispute sind der Schwerpunkt der virtuos mit Sprache jonglierenden Konfrontationen.

(Lena Scholle als Elektra bei jo.art; Detail)

Linda Heinrichkeit schreibt über die Interpreation Stephan Joachims im Münchner Merkur: „Einer Theateraufführung gleicht seine Vorstellung trotz alledem. Man darf nicht an langweilige Lesungen denken, in denen ein Autor seinen Text herrunterrattert. Vor allem in dem mitreißenden Dialog zwischen Elektra und ihrer Schwester Chrysothemis, in der Elektra versucht, sie von ihren Racheplänen zu überzeugen, kommt die Wandlungsfähigkeit des Vortragenden zum Ausdruck. Er ist, von einer auf die andere Sekunde, glaubhaft ein anderer Charakter.“

Genießen Sie einen mitreißenden „Theater“-Abend in der Kulturdornse bei einem Schluck in gemütlicher Runde.

Innerhalb der SommerNachtsLesungen als Reihe „Starke Frauen“ am Samstag, 29. Juli, um 21 Uhr.

(Lena Scholle als Elektra bei jo.art; Detail)

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Juni 23, 2017

Der fliegende Holländer

der_fliegende_hollaender

»Vor ihm sind tausend Jahre wie ein Tag,«
Spricht der Psalmist. Des Meeres Wellenschlag,
Die Athemzüge seines Rauschens sind,
Ob sie nun schleppend gehen, ob geschwind,
Ein Puls der langen, langen Erdenzeit,
Und sie ist nur ein Hauch der Ewigkeit,
Wo Sonnen glühen und zu Eis erkalten,
Die jüngsten Sterne winterwüst veralten.

] Der fliegende Holländer… [

Was Menschen raschen Wortes »ewig« nennen,
Wenn sie sich lieben, und wenn sie sich trennen,
Wieviel ist’s länger, als die Blume blüht,
Die eines Sommermorgens Thau besprüht?

] Ein Seemannssage von Julius Wolff… [

Landflüchtig ist der Mensch in der Natur,
Sein Leben währt, wenn’s hoch kommt, siebzig Jahr,
Und wenn es herrlich, wenn es köstlich war,
So war es nichts, als Müh und Arbeit nur.
Ihn aber dünkt der alten Erde Rund,
Das seine Hütte trägt als sichrer Grund,
Der Boden, drauf er mit den Füßen steht,
Durch Noth und Tod mit seiner Liebe geht,
Die Scholle, die er pflügt mit seiner Schar,
Fest, unerschütterlich, unwandelbar.

] Mord… Liebe… Leid… Sehnsucht… Meer… [

Und ist es auch, so lange Menschen denken,
Erinnernd ins Vergangne sich versenken
Und sehnend, hoffend in die Zukunft schauen,
Der ihres Herzens Wünsche sie vertrauen.
So rauschte schon das Meer, wie’s heute rauscht,
Bevor es noch ein Menschenohr belauscht;
So sah es der, der mit dem Steinbeil schlug,
Des Höhlenbären Haut als Mantel trug,
So sahn es die phönizischen Triremen,
Die Griechenflotten und beim Beutenehmen
Wikinger Drachen, so der Hansa Ehren
Und so Venedigs kreuzende Galeeren,
So wird es sehn der Letzte, der’s befährt,
Der letzte Fischer, der von ihm sich nährt.
Wenn es sich leise schwingend senkt und hebt,
Sein schimmernd Blau von keinem Sturm durchbebt,
Am Tage sonnig glänzt und lockt und lächelt,
Mit sachtem Wogengange Kühlung fächelt,
Und sich bei Nacht aus ihrer Weltenferne
In seinem Spiegel schau’n die goldnen Sterne,
Verräth es nicht, was unter seiner Fluth,
Von Finsterniß umhüllt, im Tiefen ruht.
Da liegt manch Anker, dessen Kette riß,
Manch eine Kugel, die durch Segel biß,
Und weit davon vielleicht dasselbe Rohr,
Aus dem sie in der Seeschlacht schoß hervor.

] vorgelesen in vier Teilen an zwei Abenden… [

Da schlummern einsam menschliche Gebeine,
Nicht zugedeckt mit einem Marmorsteine,
Gebeine derer, die im Schreckensdrang
Des Schiffbruchs fanden ihren Untergang.
Nicht Alle doch, die hilflos von den Planken
Herabgespült, versanken und ertranken,
Ruhn unbestattet in der Tiefe Schoß
Versandend aus vom harten Seemannsloos.

Manch Einen trägt die Welle wohl zu Land
Und bettet sanft ihn auf bewohnten Strand,
Da findet er mit Kreuz und Nummerstab
In Frieden dann ein namenloses Grab. *

] wieder im Herbst [

* Aus „Der fliegende Holländer“ von Julius Wolff.

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September 09, 2016

Der Helena-Akt

Die HerbstZeitLesungen lösen die SommerNachtsLesungen ab.

Die SommerNachtsLesungen diesen Jahres gehen am Sonntag um 20.30 Uhr mit der Großlesung des dritten Akts aus Johann Wolfgang von Goethes FAUST II zu Ende. Den sogenannten „Helena-Akt“ werden wir Ihnen dann zu fünft in unserer Kulturdornse an der Untertrave präsentieren. Sie bekommen damit gleichzeitig einen Eindruck des Textes, den wir in der Folge im nächsten Jahr auch als szenische Lesung erneut auf unseren Spielplan nehmen wollen.

Der Helena-Akt zeichnet sich dadurch aus, dass man ihn besonders gut auch ohne den Rest des Gesamtwerks Faust II aufführen kann, weil er eine in sich abgeschlossene romantische Geschichte bietet: Helena, soeben mit Menelaus, ihrem Gatten, zu ihrem Heimatpalast zurückgekehrt, trifft auf Phorkyas, die ihr offenbart, dass Menelas sie opfern möchte. Phorkyas berichtet von einem stattlichen Mann samt Gefolge, der unweit des elterlichen Palastes sich eine Burg erbaut hat. Zu ihm will sie Helena zum Schutze bringen.
Dieser Fremde entpuppt sich als, anachronistisch, Faust, der, als er Helenen nun begegnet, sofort in sie verliebt ist.
Beiden zur Freude bekommen sie Euphorion, der doch allzuschnell, Ikarus gleich, die Freiheit in den Höhen der Gebirge sucht und zu Tode stürzt. Helena vergeht in Faustens Armen.
Liebe, Lust und Leid in dicht gepackter Form und berückender Sprache, wenngleich für die Schauspieler mit zu den schwersten Wortgetümen zählend, die in der Literatur zu finden sind.

Carla Gesikiewicz probt die "Helena"

Carla Gesikiewicz bei der Probe zu „Faust II3“

Seit Beginn der SommerNachtsLesungen proben wir zeitgleich diesen Abend. Dass fünf Leser beteiligt sind, wird sicher nicht die Regel bei unseren Lesungen sein. Allein schon deswegen, weil die Kulturdornse mit ihrem Saloncharakter, ihrem familiären, ohnehin nur zwanzig Sitzplätze bietet. Lesungen allein oder zu zweit, oder allein mit musikalischer Begleitung, scheinen da am angebrachtetsten.

Wir freuen uns als nächtes dann darauf, Sie ab Oktober zu einem regelmäßigen Spielplan mit Lesungen bei uns begrüßen zu dürfen. Wir hoffen, dass wir unsere Plätze in erster Linie durch Mund-zu-Mundpropaganda füllen können, und das wir zum „Geheimtipp“ für Lesungen der klassischen Literatur werden. Sie können uns dabei helfen.

Alles weitere erfahren Sie gerne am Sonntag Abend nach der Veranstaltung, für die Sie nun gerne hier Karten reservieren können.

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September 04, 2016

Nach Sylt

Der fliegende Holländer

Im Hafen von Allerheiligenbai treffen drei Seemänner nach langen Jahren aufeinander. Edzard Truelsen und Früd Buncken tauschen im Sonnenuntergang Neuigkeiten aus, als Tyn van Straten mit seinem Schiff einläuft. Auf Nachfragen Edzard erzählt Früd von seiner Freundschaft zu Tyn, dem er einst gar das Leben rettete. Und er erzählt von Ingeborg, die Tyn geheiratet hatte, und die er einem armen Tropf vor der Nase wegfreite, auch im Sinne ihres Vaters, der das Ansehen und den Reichtum Tyns wohl schätzte. Der arme Tropf war Edzard, der damals noch meinte, ihr nichts bieten zu können und warten wollte, bis er Kapitän und wohlangesehen wäre.

Am Spieltisch abends in der Schenke entspinnt sich die Rivalität zwischen Tyn und Edzard erneut. Nach langem Kartenspiel, bei dem der eine erst und dann der andere gewinnt und auch verliert, schließlich aber Edzard die Oberhand gewinnt, setzt Tyn schließlich seinen Ehering und  seine Frau als Spieleinsatz. Edzard gewinnt das Spiel.

Auf dem Heimweg versucht Früd seinen Freund Tyn davon zu überzeugen, dass er dieses frevelhafte Spiel rückgängig machen soll, für sein und Edzards Seelenheil. Tyn, ein nicht nur spielsüchtiger sondern auch harter, draufgängerischer und unbeugsamer Charakter verweigert dies nicht nur, sondern in dem immer aufbrausenderen Streit ersticht er seinen Freund. Sterbend verflucht dieser Tyn und seine Haltung.

Tyn eilt an Bord und befiehlt in See zu stechen, verfolgt von Früds totem Angesicht.

Edzard fährt nach Amsterdam, um seinen Gewinn einzulösen. Drei Jahre soll Ingeborg sein Weib sein, bevor er sie am Kap der guten Hoffnung an Tyn van Straten zurückgeben muss; so war der Einsatz beim Spiel gesetzt.

Er findet sie, und sie liebt ihn wie damals, überglücklich, weil von Tyn nicht gut behandelt, dass Edzard ihr nun erzählt, Tyn sei gestorben. Eine rasch und unüberlegte Nachricht, die aber das Glück der Beiden möglich macht.

Um nicht heiraten zu müssen ziehen beide auf die Insel Sylt und bauen sich ein neues Leben auf. Bald sind sie geachtet bei den Einwohnern und Edzard wird zum Strandvogt gewählt. Die Bitten Ingeborgs, den Bund der Ehe zu schließen, verhallen indes unerhört bei ihm.

Erfahren Sie, wie es weitergeht, indem Sie hier Karten für den dritten und vierten Teil reservieren.

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August 31, 2016

Edzard Truelsen

Edzard Truelsen hat am Spieltisch seine große Liebe gewonnen.

Vor Jahren war er nicht mutig genug, um ihre Hand anzuhalten; er hatte damals noch nichts vorzuweisen, hatte kein Geld, und meinte sie nicht versorgen zu können. Ihr Vater vermählte sie daraufhin mit Tyn van Straten, einem draufgängerischen, spiel- und machtsüchtigen Kapitän, der es schaffte, eine Zeitlang für sie seine schlechten Gewohnheiten zu bezwingen…
Nun, nach Jahren, treffen die beiden Männer durch Zufall bei „Baretto’s“ im Hafen wieder aufeinander. Edzard lässt sich auf das von Tyn schnell geforderte abendliche Kartenspiel ein, gewinnt Abzug auf Abzug, und zuletzt die schriftliche Zusicherung, Ingeborg, seine verlorene Liebe, für drei Jahre zu „besitzen“, um sie dann am Kap der Guten Hoffnung wieder an Tyn van Straten übergeben zu müssen…
Eine wahrhaft schändliche Abmachung.
Das versucht auch beider Freund, Früd Buncken, Tyn zu erklären… Es kommt zum Streit, in dem Tyn Früd ersticht… Im Sterben verflucht Früd seinen Freund, und mit diesem Fluch hat Tyn ab nun zu leben.

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Soweit der erste Teil der Seemannssage „Der fliegende Holländer“ von Julius Wolff (Bild), den wir gestern in unserer Kulturdornse in unserer Reihe SommerNachtsLesungen gaben. Heute Abend liest Stephan Joachim den zweiten Teil. Nächsten Dienstag und Mittwoch gibt es dann den dritten und vierten Teil.
Wenn Ihnen die kurze Zusammenfassung oben Lust aufs Zuhören gemacht hat, so schauen Sie heute gern vorbei…

Wenn Sie Karten für diese oder eine der kommenden Lesungen reservieren möchten, können Sie das hier.

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August 29, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art, Kulturdornse

Die Kulturdornse feiert Premiere

jo.art hat gestern seine Kulturdornse eingeweiht:

Mit der SommerNachtsLesung „Elektra“ von Hugo v. Hofmannsthal haben wir gestern in der Kulturdornse An der Untertrave 70 die Premiere unseres Raumes gefeiert.

upload_20160829_23-23-48-3Nachdem der Wochenspiegel und die Lübecker Nachrichten einen schönen Artikel zum Einstand gebracht hatten, waren zwar nur wenige „Nichtfreunde/Nichtbekannte“ dabei, aber für die kommenden Lesungen haben sich schon die ersten Interessenten angemeldet.

Da wir mit den SommerNachtsLesungen nur die ständigen monatlichen Lesungen beginnen, lohnt sich es sich bestimmt, des öfteren hier auf unserer Seite vorbeizuschauen. Unter „Veranstaltungen“ finden Sie immer das aktuelle Programm.

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Besonders gefreut hat uns gestern die dramatische Einstimmung der Tragödie durch das Gewitter, das über Lübeck hin und das gegen Ende mit wundervollen bernsteinfarbenem Lichtspiel in die Lesung überleitete.

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August 17, 2016

Hofmannsthal: Elektra

Elektra sinnt auf Rache; Klytämnestra hat ihren Vater Agamemnon im Bade erschlagen. Orest, ihr Bruder, konnte gerettet werden, Kind, das er noch war.

Nach zwei Inszenierungen des Hofmannsthalschen Einakters, und nach zahlreichen Lesungen des Werkes, wird Stephan Joachim wieder die auf die drei Hauptfiguren reduzierte Fassung vortragen.
Dass sich ein Besuch der Veranstaltung lohnt, zeigt die Resonanz der Zuschauer und der Kritik bei den vergangenen Lesungen: Durchweg lobend bis begeistert.
Machen Sie sich ein eigenes Bild.

Hugo von Hofmannsthal hat in seinem einstündigen Einakter eine Dramatik, eine Sprachgewalt, eine Spannung eingearbeitet, die ihresgleichen in der Literatur sucht. In allen Rollen stimmgewaltig repräsentiert Stephan Joachim das Werk in der diesjährigen SommerNachtsLesung am 28. August in der Kulturdornse von jo.art. Es ist nicht das erste Mal. Schon in den vergangenen SommerNachtsLesungen noch in München war dieses Werk eines der Highlights für die Zuhörer. Nun hoffen wir bei jo.art auf denselben Erfolg der Lesereihe in Lübeck.

ELEKTRA am 28. August, 21.oo Uhr in der Kulturdornse (An der Untertrave 70).

Wenn Sie sicher gehen wollen, einen der wenigen Plätze ergattern zu können, dann reservieren Sie noch rechtzeitig über unsere Seite hier.

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September 13, 2015
Geschrieben von: , Kategorie: allgemein

Nicht verzagen!

Wie spricht die Marschallin in Hugo von Hofmannsthals  „Rosenkavalier“?

„Die Zeit, die ist ein sonderbares Ding.
Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts.
Aber dann auf einmal,
da spürt man nichts als sie:“

Wir planen und schaffen, aber sie ist augenblicklich schneller als wir. Und es gibt soviel gleichzeitig zu tun.
Aber, um alles für Sie, unsere Zuschauer, unsere Zuhörer, unser Publikum, so perfekt, so ästhetisch, so erlebnisreich wie möglich zu gestalten, wollen wir möglichst viel im Vorfeld bedenken. Wir werden mit unseren Lesereihen beginnen, die sind am schnellsten und unproblematischsten zu organisieren. Dann werden im Frühling im Rahmen der „Roten Meile“ die ersten szenischen Veranstaltungen folgen. Und im Sommer 2016, neben den umfangreichen SommerNachtsLesungen, werden wir mit den Proben zu „Ein Endgang“ beginnen.

Im November und Dezember dieses Jahres können Sie die ersten beiden WinterAbendLesungen erleben: Im November präsentieren wir das russische Märchen „Oletschka„, das Sie vielleicht besser als „Schneewittchen“ von den Gebrüdern Grimm kennen; im Dezember halten wir dann den Klassiker „Der Nussknacker“ für Sie bereit. Beide WinterAbendLesungen werden im gemütlichen Rahmen des Cafés Frøken Wildhagen in der Lübecker Altstadt stattfinden.

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September 05, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art, Lesung, Veranstaltungen

TOSCA;rpia

Unsere letzte SommerNachtsLesung am Freitag wird wieder im Normalbetrieb der Pasinger Fabrik eingebettet sein. Das heißt, Sie können ab 17.30 Uhr an der Kasse Karten kaufen, vorher in der Gastronomie speisen und trinken, ebenso hinterher (und da das Wetter schön zu sein verspricht, wahrscheinlich auch auf der Terasse).

Wenn Sie es uns leicht machen wollen, dann reservieren Sie bitte dennoch Ihre Karten vorher hier über unsere Internetseite oder rufen an.

TOSCA;rpia war eine tanztheatral-melodramatische Umsetzung des Stoffes der Puccini-Oper Tosca, die jo.art im Jahr 2003 im Theater Viel Lärm Um Nichts aufführte. Der Abend war geprägt von dem kargen düsteren Raum, in den ein Bühnenraum gesetzt wurde, der durch schwarze plastikartige Wände sehr abstrakt formal anmutete. Dagegen waren alle Kostüme und Requisiten von sinnlichem Realismus und das Licht, das filmisch eingesetzt wurde unterstützte diese Sinneswahrnehmung.
Ob nun diese tiefen Texte durch Sinnlichkeit getragen besser aufgenommen werden können, oder wie am Freitag als Lesung, das mögen Sie als Zuhörer beurteilen, und uns auch gerne hinterher im Gespräch vermitteln.

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September 04, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art, Lesung, Veranstaltungen

ELEKTRA

In ziemlich genau 20 Stunden wird Klytämnestra jammern, dass sie nicht schlafen kann. Sie wird ihren Mord an Agamemnon wieder und wieder vor Augen haben und sich verzweifelt sogar an ihre Tochter Elektra wenden, die entgegen dem Rat ihrer Schwester Chrysothemis, ihrerseits noch auf Rache an ihrer Mutter sinnt.

Nach zwei Inszenierungen des Hofmannsthalschen Einakters, und nach zahlreichen Lesungen des Werkes, wird Stephan Joachim wieder die auf die drei Hauptfiguren reduzierte Fassung vortragen.
Dass sich ein Besuch der Veranstaltung lohnt, zeigt die Resonanz der Zuschauer und der Kritik bei den vergangenen Lesungen: Durchweg lobend bis begeistert.
Machen Sie sich ein eigenes Bild.