Archiv: jo.art

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Oktober 21, 2017
Geschrieben von: , Kategorie: HerbstZeitLesungen

Gespenstergeschichten

gespenstergeschichtenSie gewinnen in der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober eine Stunde… Warum nicht auch mal spät aus dem Haus gehen und das Abenteuer der Nacht suchen:
Wir lesen ab 23 Uhr Gedichte und Erzählungen und Sagen, die Sie den Grusel in der Zeit vor und um Mitternacht live erleben lassen… Und das gab’s auch schon bei den klassischen Literaten wie Storm, Goethe, Hebbel und anderen. Aber auch Sagen aus verschiedenen deutschen Landstrichen erzählen von „Weißen Damen“ und Erscheinungen im Moor.

Kommen Sie doch vorbei und lauschen Sie bei blutroten Schlucken den Klassikern, die Annette Gleixner und Stephan Joachim präsentieren.

Ihre Plätze können Sie hier reservieren; oder Sie rufen kurzfristig an unter der Telefonnummer (0451) 5 99 88 60 5.

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Oktober 12, 2017

Die grausame Venus schlechthin?

Tizian (Detail)

Sie spielt mit Severin, die Wanda Dujanew des Leopold von Sacher-Masoch.

Sicher sind die Erzählungen des Marquis de Sade etwas bekannter, besonders „Justine“ und „Juliette“. Aber so wie seine Werke in Verbindung mit der Begriffsbestimmung des Sadismus geraten sind, so lässt sich der Name Sacher-Masoch häufig in der Thematik des Masochismus finden.

Die Verwendung der Begriffe nach heutiger Manier lässt schlimmeres in den Büchern vermuten; da muss enttäuscht werden. Die Geschichten dahinter sind wesentlich tiefgründiger und differenzierter als erwartet. Besonders Leopold von Sacher-Masoch baut eine tief verstörende und emotional aufwühlende Grundstimmung in seinen Erzählungen auf.
Und dennoch lässt sich auch eine erotische Komponente nicht verleugnen. Allerdings eine, die heutzutage durchaus schon von banaler Kosmetikwerbung übertrumpft werden kann. Eher ist sie vielschichtiger und berührender.

Mit „Venus im Pelz“ verfasst Sacher-Masoch sein bis heute bekanntestes Werk. Das Symbol des Pelzes findet sich in der Literatur, in der Malerei, in der Bildsprache generell, und deutet psychologisch gesehen am ehesten auf die animalische Komponente in dem Sich-Zur-Schau-Stellen mit Fell oder Pelz hin. Sacher-Masochs Novelle scheint somit auch von Tizians „Venus mit einem Spiegel“ inspiriert zu sein.

Tizian (Detail)

Mit Anne Patzer haben wir bei jo.art eine Schauspielerin gefunden, die die Gedankenwelt der Wanda wahrlich verkörpert und auf die Sie gespannt sein dürfen.

Wanda und Severin: Ist es Liebe, ist es Erotik, ist es Hingabe, Abhängigkeit?

Eine experimentelle Darbietung der erotischen Novelle in gemütlicher Runde erwartet Sie.

Das nächste Mal am Samstag, 14. Oktober, 20 Uhr.

Tizian (Detail)

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Oktober 08, 2017

Die Theaternacht

Die 11. Lübecker Theaternacht war ein Erfolg. Vielen Dank an alle Mitwirkenden! Das muss am Anfang gesagt sein. Ohne den Einsatz meines Ensembles wäre der Tag natürlich kein Erfolg geworden. Und das ist er. Wir waren bei sieben Vorstellungen zwischen 17 und 24 Uhr „ausverkauft“. Kein Platz, kein Plätzchen blieb leer.  Wir haben also 140 Gäste begrüßen dürfen, die uns ab jetzt hoffentlich noch öfter besuchen werden…

Aber der Andrang an unserer „Pforte“ war sogar noch um einiges größer als wir erwartet hatten; und leider mussten wir doch den einen oder anderen „weiterschicken“… denen wollen wir aber auch ermöglichen, uns kennenzulernen: Und so werden wir bei der nächsten Lesung am kommenden Wochenende, „Venus im Pelz“, jedem am Samstag umsonst Dagewesenen den Eintritt zum ermäßigten Preis gewähren.

Und dann gleich noch ein Angebot an unsere Theaternacht-Besucher:
Sie waren am Samstag bei uns? Sie haben erfahren, dass wir eine Abo-Karte anbieten, die Sie regulär für 120,- Euro bei uns kaufen können? Bei der Theaternacht hatten wir diese Karte exklusiv für nur 100,- Euro angeboten. Nun bieten wir noch im Oktober für Sie als Theaternachtbesucher diese Karte weiterhin für 100,- Euro an; Sie müssen uns nur beim Kauf eine Frage beantworten, die sie nur beantworten können, wenn Sie am Abend bei uns waren…
Nutzen Sie die Chance, wenn es Ihnen bei uns gefallen hat.

Zum Abschluss möchte ich den Anfang dieser Zeilen aufgreifen und meinen Dank an mein Ensemble erneut betonen. Carla, Anne, Saskia, meine Frau Annette, Carsten und Peter haben mit mir tatkräftig den Abend gestaltet und auch hinter der Bühne geholfen, dass jede Vorstellung pünktlich immer wieder beginnen konnte…

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September 12, 2017

11. Lübecker Theaternacht

Die 11. Lübecker Theaternacht findet am 7. Oktober 2017 statt.

Zum ersten Mal ist die Kulturdornse mit dabei und stellt sich mit kurzen inszenierten Programmen vor, in denen wir Ihnen, unserem Publikum, einen Abriss unserer Veranstaltungsthemen geben wollen.
Musik, Text, Tanz; all das sind stets Elemente unserer Abende.

Hier präsentieren wir Ihnen unser Programm der Theaternacht, dem wir das Motto
„Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen…“
gegeben haben.

Die Mitwirkenden sind: Carla Gesikiewicz, Annette Gleixner, Anne Patzer, Saskia Schmidt-Enders, Carsten Abelbeck, Peter Ortmann und Stephan Joachim.

Wir freuen uns darauf, Sie um
17.00 | 18.00 | 19.30 | 20.30 | 21.45 | 22.30 | 23.15 Uhr
bei uns begrüßen zu dürfen.

Karten erhalten Sie auf Nachfrage gerne jederzeit über uns im Vorverkauf (0451 59988605) oder am Abend.

Das Programm der Kulturdornse bei der 11. Lübecker Theaternacht:


*   *  * * *  *   *
NACHMITTAG
(17 & 18 Uhr)

Carla Gesikiewicz
Annette Gleixner
Anne Patzer
Carsten Abelbeck
Peter Ortmann
Stephan Joachim

 

 

*
Johann Wolfgang von Goethe
Aus Faust I:
Vorspiel auf dem Theater
Dichter, Theaterdirektor, Lustige Person
(Anne Patzer/Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Carla Gesikiewicz)

*
August von Löwis of Menar
Aus dem Märchen „Oletschka“ (Schneewittchen)
Erzähler, Zarin, Der Spiegel, Oletschka, Hexe
(Stephan Joachim, Anne Patzer, Peter Ortmann/Carsten Abelbeck, Annette Gleixner)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Die Schönheit
Schneewittchen (Carla Gesikiewicz)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Hymne an die Schönheit
(Stephan Joachim)

*
Georg Heym
Aus den Tagebüchern:
20. 7.1906
(Peter Ortmann/Carsten Abelbeck, Peter Ortmann)

*
Klabund
Aus „Ode an Zeesen“
Jazzimprovisation & Text
(Peter Ortmann, Stephan Joachim)

Aus mit Musik

 

*   *  * * *  *   *
ABEND I
(19.30 & 20.30 Uhr)

Carla Gesikiewicz
Annette Gleixner
Anne Patzer
Carsten Abelbeck
Peter Ortmann
Stephan Joachim

 

 

*
Johann Wolfgang von Goethe
Aus Faust I:
Vorspiel auf dem Theater
Dichter, Theaterdirektor, Lustige Person
(Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Carla Gesikiewicz)

*
August von Löwis of Menar
Aus dem Märchen „Oletschka“ (Schneewittchen)
Erzähler, Zarin, Der Spiegel, Oletschka, Hexe
(Stephan Joachim, Gast, Carsten Abelbeck, Annette Gleixner)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Die Schönheit
Schneewittchen (Carla Gesikiewicz)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Hymne an die Schönheit
(Stephan Joachim)

*
Georg Heym
Aus den Tagebüchern:
20. 7.1906
Jazzimprovisation & Text
(Peter Ortmann, Carsten Abelbeck, Stephan Joachim)

*
Hugo von Hofmannsthal
Aus Elektra:
Monolog
(Anne Patzer)

*
Klabund
Aus „Ode an Zeesen“
Jazzimprovisation & Text
(Peter Ortmann, Stephan Joachim)

Aus mit Musik

 

*   *  * * *  *   *
ABEND II
(21.45 & 22.30 & 23.15 Uhr)

Carla Gesikiewicz
Annette Gleixner
Anne Patzer
Saskia Schmidt-Enders
Carsten Abelbeck
Stephan Joachim

 

 

*
Johann Wolfgang von Goethe
Aus Faust I:
Vorspiel auf dem Theater
Dichter, Theaterdirektor, Lustige Person
(Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Carla Gesikiewicz)

*
Georg Heym
Aus den Tagebüchern:
20. 7.1906
(Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Saskia Schmidt-Enders)

*
Hugo von Hofmannsthal
Aus Elektra:
Monolog
(Anne Patzer)

*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Die Schönheit
Schneewittchen (Carla Gesikiewicz)
*
Charles Baudelaire
Aus „Die Blumen des Bösen“:
Hymne an die Schönheit
(Stephan Joachim)

*
Saskia Schmidt-Enders
Aus „Chansons“
(Saskia Schmidt-Enders)

Aus mit Musik

 

Die Internetseite der 11. Lübecker Theaternacht finden Sie hier.

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August 14, 2017
Geschrieben von: , Kategorie: Kulturdornse, LenzLustLesungen, Veranstaltungen

Tristan und Isolde

„Tristan und Isolde“, eine der größten Liebesgeschichten der Weltliteratur, in einer expressionistischen Fassung von Richard Wagner, der in seiner synoptischen Fassung Passagen aus dem fertiggestllten Libretto mit Notizen, roman- und skizzenhaften Elementen zu einer spannnenden Stilmelange kombiniert.

Melodramatisch bearbeitet mit Musik aus der gleichnamigen Oper ist dieser Abend der Beginn einer Stückentwicklung.
Die Figuren Isolde und Tristan bieten so viele Facetten, dass wir den Text von Wagner als Grundlage einer Collage nehmen möchten, die von Vorstellung zu Vorstellung erweitert und so allmählich eine spartenübergreifende Präsentation wird.

Der erzählte Text wird dabei schrittweise zu performativen Elementen umgestaltet oder inszeniert. Bilder, Beleuchtung, Toneffekte und Rollenmomente entstehen so, bewahren aber dennoch das Gleichgewicht zum Inhalt des geschriebenen Wortes.

Auschnitte aus dem von  Wagner selbst erstellten Klavierauszugs untermalen die Szenen; sie werden überwiegend von Saskia Schmidt-Enders auf dem Flügel gespielt; streckenweise aber interpretierend auch auf weiteren Instrumenten.
Stephan Joachim trägt die Erzählung vor; aber die Fantasie evozierend erscheint die Figur der Isolde, von Carla Gesikiewicz dargestellt, real und greift wie aus Raum und Zeit entsprungen in den Abend ein.

Dies ist der erste Versuchsaufbau; dabei ist schon die musikalische Erweiterung um die Opernszenen des Königs Marke in Vorbereitung; da erscheint die Figur nur als Gesang (Stephan Joachim). Weiter vorstellbar ist ein Abschluss mit dem berühmten „Liebestod“, den dann die in der Handlung gealterte Figur der Isolde (Annette Gleixner) für den Gesang erscheinen lässt. Und was verbindet alle Sphären? Der Tanz…

Premiere der ersten Fassung war am 10. Juni 2017.

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Juni 12, 2017

Text ist Musik ist… Klavier

Peter Ortmann

Peter Ortmann

Das Experiment ist geglückt!

Mit „Text ist Musik ist… Klavier“ haben wir am 18. März eine Reihe gestartet, die unseren Leitgedanken für das Theater aufgreift: Wie schaffen wir es die Sparten wieder zu einer Einheit zu verschmelzen und Aufführungen zu gestalten, bei denen Tanz, Sprache und Musik so ineinandergreifen, dass die einzelnen Darstellungsformen nicht mehr isoliert erkennbar sind.
Ein wahrscheinlich immer noch unmögliches Unterfangen… Aber das Streben danach ist unser Weg.

Peter Ortmann, der in Lübeck unter anderem für die von ihm in der Petrikirche initiierte Konzertreihe „Europas Jazz Legenden“ bekannt ist, hat auf unserem Flügel improvisiert: Jazz; ich habe lesen: Texte deutscher Expressionisten. Klabund, Heym, Trakl.
Die Texte sollten sein wie Noten, die Lesart wie Denken beim Musizieren. Ich hoffe, dass ich das als Musiker inspirierend vermochte; das Publikum war jedenfalls der Meinung. Ein Jazzkonzert mit zwei Instrumenten: Stimme und Klavier, Text und Noten… Und ich hoffe auch weiterhin, weil ich es glaube, dass die expressionistischen, und da nahezu fragmentarischen Texte die Improvisation mit ihnen gestatten.

Wir bringen diesen Abend nun am kommenden Wochenende, am Samstag, 17. Juni, um 20 Uhr, nochmal und hoffen auf zahlreiche Interessierte…

Reservieren Sie Ihre Karten gerne hier im Vorfeld.

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April 08, 2017

Faust I von Goethe

Goethes Faust zählt nach wie vor zu den bedeutsamsten Werken der deutschen Theaterliteratur. Die Fülle an Zitaten, die bis heute jedermann bekannt sind, ist groß. Die Tiefe der Gedanken, mit denen sich Heinrich Faust in der Handlung beschäftigt, allumfassend und zeitlos.

Wir tun kund, dass wir den Faust wie einst Goethe selbst „[…] vorlesen müssen, ganz und Fragment, und in allem ist der originale Ton, eigne Kraft, und bei allem Sonderbaren, Unkorrekten, alles mit dem Stempel des Genies geprägt. […]“ *

In unserer Münchner Zeit haben wir das Werk unzählige Male als großangelegte szenische Lesung mit Musik von Beethoven, Liszt, Schumann, Wagner und Gounod aufgeführt. Es war eine Reise durch den Faust, die sprachlich virtuos begann und in dem Finale aus Gounods gleichnachmiger Oper endete. Wir konnten damit sowohl die gesetzteren Generationen als auch viele Schulklassen begeistern. Die Presse hatte nur gute Worte für diese Darbietung des Stücks; der Münchner Merkur ließ sich gar zu der Aussage hinreißen, dass „Joachim und seine Kollegen […] eine fulminante Darbietung“ hinlegten.

Nun werden wir als Vorbereitung zur Wiederaufnahme des Werks in Lübeck eine Lesung der bekanntesten Szenen und Monologe präsentieren. Und so entführen wir Sie  in die Gelehrtenwelt, die Zauberwelt, die Liebeswelten des Heinrich Faust; und hie wie da gilt:

„Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird’s Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist’s getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan […]“

Wie immer in gemütlicher Runde in unserem kleinen Salon an der Untertrave 70, der Kulturdornse, können Sie die Tragödie um Faust, Gretchen und Mephisto erleben.

Der gelungene Einstieg in die Osterzeit, in der das Stück ebenfalls spielt,
mit Carla Gesikiewicz, Annette Gleixner und Stephan Joachim.


* (Heinrich Christian Boie, Tagebuch vom 15. Oktober 1774)

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Januar 24, 2017
Geschrieben von: , Kategorie: Ein Endgang, Empfehlungen, WinterAbendLesungen

Vom Leben hin zum Tod

Der Januar neigt sich schon dem Ende zu, und wir geben mit den letzten beiden Lesungen der Kälte und dem Vergehen noch einmal Raum: Am kommenden Freitag, 27. Januar um 20 Uhr, präsentieren wir unserem Publikum mit der Lesung von „Ein Endgang“ schon im Vorfeld der Inszenierung dieses Werkes die Textcollage.

Was passiert im Übergang vom Lebendigen zum Tod? Was macht diesen Augenblick aus? Wie können wir Menschen begreifen, dass unsere Liebsten eben noch ihren Blick auf uns richteten, nun aber nur noch leblose Hülle sind?Mit diesen Gedanken beschäftigt sich eine Zusammenstellung von Texten klassischer Literatur, die aufeinander abgestimmt die Grundlage für eine Spielsituation erschaffen, deren Umsetzung im performativen Charakter wir im Sommer anbieten.

Um Sie von Anfang an am Entstehungsprozess teilhaben zu lassen, beginnen wir die kreative Phase mit der Lesung dieser Textpassagen von Gustav Falke, Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke, Gottfried Schmidt und Georg Trakl.

Das Stück für drei Personen (Der „Mann“, die „Frau“, das „Wesen“) wird von Carla Gesikiewicz, die in der Inseznierung das „Wesen“ spielen wird, von Annette Gleixner (als „Frau“) und Stephan Joachim (als „Mann“) gelesen.

*

Genießen Sie im gemütlichen und exklusiven Rahmen unserer Kulturdornse bei einem guten Schluck den Abend. Im Anschluss freuen wir uns auf anregende Gespräche, um weitere Antworten auf Goethes Frage zu erhalten:

„Wie machen wir’s, daß alles frisch und neu
Und mit Bedeutung auch gefällig sei?“

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November 14, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: HerbstZeitLesungen, Kulturdornse, WinterAbendLesungen

Weihnachten im Herzen

Weihnachen im HerzenWeihnachten im Herzen in der Kulturdornse ist nicht „Apfel, Nuß und Mandelkern“, aber Glühwein, Gebäck und Geschichten. Bei Kerzenschein und weihnachtlicher Beleuchtung empfangen wir Sie gerne am Samstag, 10. Dezember, ab 19.30 Uhr. Beginn der Lesung ist dann um 20 Uhr.
Am Mittwoch, 21. Dezember, haben Sie dann ein zweites Mal die Möglichkeit, diesen weihnachtlichen Abend zu genießen.

Wir freuen uns darauf, Ihnen Gedichte und Erzählungen von Hans Christian Andersen (1805 – 1875), Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), Friedrich Rückert (1788 – 1866), Heinrich Seidel (1842 – 1906), Carl Spitteler (1845 – 1924), Theodor Storm (1817 – 1888), Karl Friedrich Wetzel (1779 – 1819) und Martin Luther (1483 – 1546) vortragen zu dürfen.

Es lesen für Sie Carla Gesikiewicz und Stephan Joachim, der die Lesung auch mit der Querflöte musikalisch untermalen wird.

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November 09, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: HerbstZeitLesungen

„Duineser Elegien“ von Rilke

Diese Sammlung poetischer Texte sind zwischen 1912 und 1922 enstanden. Der Name leitet sich von dem Ort ab, an dem Rilke die erste Elegie verfasste, das Schloss Duino bei Triest.

Das Werk gehört wohl mit zu den bekanntesten Rilkes, wenngleich es in seiner Komplexität nicht ganz leicht zu verstehen ist. Dennoch lohnt sich das Zuhören auf alle Fälle. Wir empfehlen, nach Möglichkeit, es schon einmal vorweg anzulesen, oder im Nachhinein nochmals zu lesen.
In den Elegien setzt sich Rilke überwiegend mit der Problematik auseinander, dass der Mensch der Selbstreflexion anheim geliefert ist, und dieses als Schwierigkeit bei der Bewältigung des Lebens begreifen muss. Motive wie „Tier“, „Engel“ und „Puppe“ werden als Gegenspieler zum menschlichen Personal angeführt.

Eine interessante, umfangreiche und durchaus empfehlenswerte Interpretation bzw. Erläuterung der Elegien findet sich auch z. B. bei Wikipedia.

Freuen Sie sich auf einen tiefsinnigen, sprachlich feinen und ergreifenden Abend mit einem der größten deutschen Dichter.