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11. März 2018

Faust I von Goethe

Goethes Faust zählt nach wie vor zu den bedeutsamsten Werken der deutschen Theaterliteratur. Die Fülle an Zitaten, die bis heute jedermann bekannt sind, ist groß. Die Tiefe der Gedanken, mit denen sich Heinrich Faust in der Handlung beschäftigt, allumfassend und zeitlos.

Wir tun kund, dass wir den Faust wie einst Goethe selbst „[…] vorlesen müssen, ganz und Fragment, und in allem ist der originale Ton, eigne Kraft, und bei allem Sonderbaren, Unkorrekten, alles mit dem Stempel des Genies geprägt. […]“ *

In unserer Münchner Zeit haben wir das Werk unzählige Male als großangelegte szenische Lesung mit Musik von Beethoven, Liszt, Schumann, Wagner und Gounod aufgeführt. Es war eine Reise durch den Faust, die sprachlich virtuos begann und in dem Finale aus Gounods gleichnachmiger Oper endete. Wir konnten damit sowohl die gesetzteren Generationen als auch viele Schulklassen begeistern. Die Presse hatte nur gute Worte für diese Darbietung des Stücks; der Münchner Merkur ließ sich gar zu der Aussage hinreißen, dass „Joachim […] eine fulminante Darbietung“ hinlegt.

Nun werden wir als Vorbereitung zur Wiederaufnahme des Werks in Lübeck eine Lesung der bekanntesten Szenen und Monologe präsentieren. Und so entführen wir Sie  in die Gelehrtenwelt, die Zauberwelt, die Liebeswelten des Heinrich Faust; und hie wie da gilt:

„Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird’s Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist’s getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan […]“

Wie immer in gemütlicher Runde in unserem kleinen Salon an der Untertrave 70, der Kulturdornse, können Sie die Tragödie um Faust, Gretchen und Mephisto erleben.

Der gelungene Einstieg in die Osterzeit, in der das Stück ebenfalls spielt,
mit Stephan Joachim.

Der nächste Termin ist am Samstag, 7. April, um 20 Uhr.
Reservieren Sie Ihre Plätze unbedingt vorher hier auf unserer Seite
oder per Telefon unter (0451)  5 99 88 60 5.


* (Heinrich Christian Boie, Tagebuch vom 15. Oktober 1774)

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15. Januar 2018
Geschrieben von: ;
Kategorie: Kulturdornse, Veranstaltungen

Ins neue Jahr mit Störtebecker

Sind Sie gut ins neue Jahr gekommen? Wir hoffen: Ja.

In der Kulturdornse wird dieses Jahr manches sein wie gewohnt, aber dennoch neu und anders.
Wir werden ab jetzt überwiegend das lang angedachte Konzept kultivieren, das klassische Literatur mit Elementen aus Burlesque, Varieté, Tanztheater, Figurentheater und anderen unterhaltsamen Theatersparten vereint.
Besonders, sich immer leicht ästhetisch-erotisch und subtil-frivol zu präsentieren, soll den literarischen Werken eine weitere exklusive Note verleihen.

Immer noch werden wir Sie in unserem schönen Salon empfangen; immer noch werden Sie in kleinem ausgewählten Kreise von höchstens 20 Gästen beisammen sitzen; immer noch werden wir Ihnen die Abende begleitet von geistiger Nahrung nahe bringen. 😉

Anne Patzer als „Sita“

 

Beginnen werden wir am 3. März mit der Premiere von Klabunds „Störtebecker“, einer poetisch-expressionistischen Fassung, die die Geschichte der Vitalienbrüder um Klaas Störtebecker und die der Hansekriege bildhaft nahe bringt.

Im wahrsten Sinne: Neben den der spannenden und poetischen Geschichte, bauen wir szenisch erotische Elemente mit ein, und erweitern diese in einem raffinierten Wechsel aus Realität und Schattenspiel.
Wir führen eine szenische Umsetzung auf, die mit Elementen der Lesung, der Burlesque und des Chansons spielt.

Mit dabei sind wieder Anne Patzer als „Sita“, Saskia Schmidt-Enders am Klavier, besser Flügel, und Stephan Joachim als Narrator (Erzähler).