Archiv: Lesung

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September 09, 2016

Der Helena-Akt

Die HerbstZeitLesungen lösen die SommerNachtsLesungen ab.

Die SommerNachtsLesungen diesen Jahres gehen am Sonntag um 20.30 Uhr mit der Großlesung des dritten Akts aus Johann Wolfgang von Goethes FAUST II zu Ende. Den sogenannten „Helena-Akt“ werden wir Ihnen dann zu fünft in unserer Kulturdornse an der Untertrave präsentieren. Sie bekommen damit gleichzeitig einen Eindruck des Textes, den wir in der Folge im nächsten Jahr auch als szenische Lesung erneut auf unseren Spielplan nehmen wollen.

Der Helena-Akt zeichnet sich dadurch aus, dass man ihn besonders gut auch ohne den Rest des Gesamtwerks Faust II aufführen kann, weil er eine in sich abgeschlossene romantische Geschichte bietet: Helena, soeben mit Menelaus, ihrem Gatten, zu ihrem Heimatpalast zurückgekehrt, trifft auf Phorkyas, die ihr offenbart, dass Menelas sie opfern möchte. Phorkyas berichtet von einem stattlichen Mann samt Gefolge, der unweit des elterlichen Palastes sich eine Burg erbaut hat. Zu ihm will sie Helena zum Schutze bringen.
Dieser Fremde entpuppt sich als, anachronistisch, Faust, der, als er Helenen nun begegnet, sofort in sie verliebt ist.
Beiden zur Freude bekommen sie Euphorion, der doch allzuschnell, Ikarus gleich, die Freiheit in den Höhen der Gebirge sucht und zu Tode stürzt. Helena vergeht in Faustens Armen.
Liebe, Lust und Leid in dicht gepackter Form und berückender Sprache, wenngleich für die Schauspieler mit zu den schwersten Wortgetümen zählend, die in der Literatur zu finden sind.

Carla Gesikiewicz probt die "Helena"

Carla Gesikiewicz bei der Probe zu „Faust II3“

Seit Beginn der SommerNachtsLesungen proben wir zeitgleich diesen Abend. Dass fünf Leser beteiligt sind, wird sicher nicht die Regel bei unseren Lesungen sein. Allein schon deswegen, weil die Kulturdornse mit ihrem Saloncharakter, ihrem familiären, ohnehin nur zwanzig Sitzplätze bietet. Lesungen allein oder zu zweit, oder allein mit musikalischer Begleitung, scheinen da am angebrachtetsten.

Wir freuen uns als nächtes dann darauf, Sie ab Oktober zu einem regelmäßigen Spielplan mit Lesungen bei uns begrüßen zu dürfen. Wir hoffen, dass wir unsere Plätze in erster Linie durch Mund-zu-Mundpropaganda füllen können, und das wir zum „Geheimtipp“ für Lesungen der klassischen Literatur werden. Sie können uns dabei helfen.

Alles weitere erfahren Sie gerne am Sonntag Abend nach der Veranstaltung, für die Sie nun gerne hier Karten reservieren können.

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September 04, 2016

Nach Sylt

Der fliegende Holländer

Im Hafen von Allerheiligenbai treffen drei Seemänner nach langen Jahren aufeinander. Edzard Truelsen und Früd Buncken tauschen im Sonnenuntergang Neuigkeiten aus, als Tyn van Straten mit seinem Schiff einläuft. Auf Nachfragen Edzard erzählt Früd von seiner Freundschaft zu Tyn, dem er einst gar das Leben rettete. Und er erzählt von Ingeborg, die Tyn geheiratet hatte, und die er einem armen Tropf vor der Nase wegfreite, auch im Sinne ihres Vaters, der das Ansehen und den Reichtum Tyns wohl schätzte. Der arme Tropf war Edzard, der damals noch meinte, ihr nichts bieten zu können und warten wollte, bis er Kapitän und wohlangesehen wäre.

Am Spieltisch abends in der Schenke entspinnt sich die Rivalität zwischen Tyn und Edzard erneut. Nach langem Kartenspiel, bei dem der eine erst und dann der andere gewinnt und auch verliert, schließlich aber Edzard die Oberhand gewinnt, setzt Tyn schließlich seinen Ehering und  seine Frau als Spieleinsatz. Edzard gewinnt das Spiel.

Auf dem Heimweg versucht Früd seinen Freund Tyn davon zu überzeugen, dass er dieses frevelhafte Spiel rückgängig machen soll, für sein und Edzards Seelenheil. Tyn, ein nicht nur spielsüchtiger sondern auch harter, draufgängerischer und unbeugsamer Charakter verweigert dies nicht nur, sondern in dem immer aufbrausenderen Streit ersticht er seinen Freund. Sterbend verflucht dieser Tyn und seine Haltung.

Tyn eilt an Bord und befiehlt in See zu stechen, verfolgt von Früds totem Angesicht.

Edzard fährt nach Amsterdam, um seinen Gewinn einzulösen. Drei Jahre soll Ingeborg sein Weib sein, bevor er sie am Kap der guten Hoffnung an Tyn van Straten zurückgeben muss; so war der Einsatz beim Spiel gesetzt.

Er findet sie, und sie liebt ihn wie damals, überglücklich, weil von Tyn nicht gut behandelt, dass Edzard ihr nun erzählt, Tyn sei gestorben. Eine rasch und unüberlegte Nachricht, die aber das Glück der Beiden möglich macht.

Um nicht heiraten zu müssen ziehen beide auf die Insel Sylt und bauen sich ein neues Leben auf. Bald sind sie geachtet bei den Einwohnern und Edzard wird zum Strandvogt gewählt. Die Bitten Ingeborgs, den Bund der Ehe zu schließen, verhallen indes unerhört bei ihm.

Erfahren Sie, wie es weitergeht, indem Sie hier Karten für den dritten und vierten Teil reservieren.

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August 17, 2016

Hofmannsthal: Elektra

Elektra sinnt auf Rache; Klytämnestra hat ihren Vater Agamemnon im Bade erschlagen. Orest, ihr Bruder, konnte gerettet werden, Kind, das er noch war.

Nach zwei Inszenierungen des Hofmannsthalschen Einakters, und nach zahlreichen Lesungen des Werkes, wird Stephan Joachim wieder die auf die drei Hauptfiguren reduzierte Fassung vortragen.
Dass sich ein Besuch der Veranstaltung lohnt, zeigt die Resonanz der Zuschauer und der Kritik bei den vergangenen Lesungen: Durchweg lobend bis begeistert.
Machen Sie sich ein eigenes Bild.

Hugo von Hofmannsthal hat in seinem einstündigen Einakter eine Dramatik, eine Sprachgewalt, eine Spannung eingearbeitet, die ihresgleichen in der Literatur sucht. In allen Rollen stimmgewaltig repräsentiert Stephan Joachim das Werk in der diesjährigen SommerNachtsLesung am 28. August in der Kulturdornse von jo.art. Es ist nicht das erste Mal. Schon in den vergangenen SommerNachtsLesungen noch in München war dieses Werk eines der Highlights für die Zuhörer. Nun hoffen wir bei jo.art auf denselben Erfolg der Lesereihe in Lübeck.

ELEKTRA am 28. August, 21.oo Uhr in der Kulturdornse (An der Untertrave 70).

Wenn Sie sicher gehen wollen, einen der wenigen Plätze ergattern zu können, dann reservieren Sie noch rechtzeitig über unsere Seite hier.

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Dezember 07, 2015

Der Nußknacker bei Frøken Wildhagen

jo-art_WALUnsere zweite WinterAbendLesung im Café Frøken Wildhagen präsentiert Ihnen E. T. A. Hoffmanns Weihnachtserzählung „Nußknacker und Mausekönig“.

Diese wunderschöne Geschichte dient als Vorlage für viele künstlerische Werke der Kulturlandschaft. Unter anderem kennen wir alle das Ballett „Der Nußknacker“ von Tschaikowsky. Aber auch in zahlreichen Filmen wurde die Geschichte aufgearbeitet… Uns fasziniert noch immer die weihnachtliche Stimmung und die abenteuerlichen Erlebnisse der kleinen Marie aus dem Hause des Medizinalrats Stahlbaum.

In unserer WinterAbendLesung werden wir Ihnen fast die ganze Erzählung in der gemütlichen Atmosphäre des Cafés von Katrin Wildhagen in der Beckergrube näher bringen; nur das Märchen von der Prinzessin Pirlipat und Frau Mauserinks werden wir leider nicht mit lesen. Nur so lässt sich die Erzählung auf eine angenehme Länge bringen…
Dafür haben wir die Harfenistin Agata Pospieszny gewinnen können, die mit einer kleinen Auswahl an weihnachtlichen Werken den Abend musikalisch untermalen wird.

Wir hoffen Sie zahlreich begrüßen zu dürfen. Beachten Sie bitte, dass Sie sich vorher anmelden sollten, wenn Sie sichergehen möchten, dass Sie einen Platz bekommen, da nur 25 Plätze zur Verfügung stehen.

 

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November 12, 2015

WinterAbendLesungen im Café Frøken Wildhagen

jo-art_WALNur noch sechs Mal schlafen und der erste Mittwoch unserer WinterAbendLesungen ist da.

Wer noch nicht darauf hingewiesen wurde, oder es einfach so noch nicht weiß, am kommenden Mittwoch beginnen wir unsere WinterAbendLesungen in Lübeck in dem urgemütlichen Café Frøken Wildhagen (Beckergrube 90).

Alle, die das Märchen Schneewittchen lieben, werden auf ihre Kosten kommen, denn wir bringen Ihnen das russische Urmärchen zu Gehör: Oletschka. In seinem Charakter ist weitaus ernster. Auch begegnen uns viele weitere Elemente, die aus der russischen Märchenwelt bekannt sind: Die Baba Jaga, die Hütte auf Hühnerfüßen, Drachen; und Falken, die sich in schmucke Burschen verwandeln… Aber keine Sorge, der Apfel kommt auch vor.

Stephan Joachim spricht, und untermalt wird der Abend von dem bekannten Geiger Jan Baruschke.
Da die Anzahl der Plätze äußerst begrenzt ist (20), bitten wir unbedingt um rechtzeitige Reservierung über unsere Seite!
Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten und Katrin Wildhagen freut sich natürlich über einen mitgebrachten Hunger und Durst.

So hoffen wir nun, Sie zahlreich begrüßen zu dürfen…

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Juli 19, 2014
Geschrieben von: , Kategorie: Lesung, Veranstaltungen

Seemannsgeschichten & -balladen

Auf dem diesjährigen Travemünder Fischerfest meldet sich jo.art zurück auf die Bühne.
Am 30. August liest Stephan Joachim an Bord der Kraweel „Lisa von Lübeck“ Geschichten und Balladen rund um die Seefahrt.

Die Programmfolge ist aus verschiedenen Gründen mehrmals überarbeitet worden. Jetzt kann es immer noch zu einer Änderung kommen, aber höchstwahrscheinlich wird nun folgender Ablauf zu hören sein:
Zu Beginn die Ballade „John Maynard“ von Theodor Fontane, dann die vollständige skizzenhafte Synopsis der Oper „Tristan und Isolde“, von Richard Wagner selbst verfasst, und zum Abschluss die Verserzählung „Der fliegende Holländer“ von Julius Wolff.

Weitere Informationen zu dem Abend.

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September 05, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art, Lesung, Veranstaltungen

TOSCA;rpia

Unsere letzte SommerNachtsLesung am Freitag wird wieder im Normalbetrieb der Pasinger Fabrik eingebettet sein. Das heißt, Sie können ab 17.30 Uhr an der Kasse Karten kaufen, vorher in der Gastronomie speisen und trinken, ebenso hinterher (und da das Wetter schön zu sein verspricht, wahrscheinlich auch auf der Terasse).

Wenn Sie es uns leicht machen wollen, dann reservieren Sie bitte dennoch Ihre Karten vorher hier über unsere Internetseite oder rufen an.

TOSCA;rpia war eine tanztheatral-melodramatische Umsetzung des Stoffes der Puccini-Oper Tosca, die jo.art im Jahr 2003 im Theater Viel Lärm Um Nichts aufführte. Der Abend war geprägt von dem kargen düsteren Raum, in den ein Bühnenraum gesetzt wurde, der durch schwarze plastikartige Wände sehr abstrakt formal anmutete. Dagegen waren alle Kostüme und Requisiten von sinnlichem Realismus und das Licht, das filmisch eingesetzt wurde unterstützte diese Sinneswahrnehmung.
Ob nun diese tiefen Texte durch Sinnlichkeit getragen besser aufgenommen werden können, oder wie am Freitag als Lesung, das mögen Sie als Zuhörer beurteilen, und uns auch gerne hinterher im Gespräch vermitteln.

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September 04, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art, Lesung, Veranstaltungen

ELEKTRA

In ziemlich genau 20 Stunden wird Klytämnestra jammern, dass sie nicht schlafen kann. Sie wird ihren Mord an Agamemnon wieder und wieder vor Augen haben und sich verzweifelt sogar an ihre Tochter Elektra wenden, die entgegen dem Rat ihrer Schwester Chrysothemis, ihrerseits noch auf Rache an ihrer Mutter sinnt.

Nach zwei Inszenierungen des Hofmannsthalschen Einakters, und nach zahlreichen Lesungen des Werkes, wird Stephan Joachim wieder die auf die drei Hauptfiguren reduzierte Fassung vortragen.
Dass sich ein Besuch der Veranstaltung lohnt, zeigt die Resonanz der Zuschauer und der Kritik bei den vergangenen Lesungen: Durchweg lobend bis begeistert.
Machen Sie sich ein eigenes Bild.

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September 01, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art, Lesung, Veranstaltungen

Anmeldungen zu „Der fliegende Holländer“

Weitere Anmeldungen zu den Lesungen vom „Fliegenden Holländer“ am Samstag und Sonntag sind nun, wie angekündigt, nicht mehr möglich.

Nun würden wir uns sehr freuen, wenn alle, die es noch nie erlebt haben, am nächsten Dienstag, 4. September um 20 Uhr, in die nächste SommerNachtsLesung kommen würden: „Elektra“ von Hofmannthal.
Von der Kritik wurde die Interpretation von Stephan Joachim in den letzten Jahren immer wieder sehr gelobt. Gerne würden wir Auszüge davon hier wiedergeben, aber solange die freie Verwendung von Zeitungskritiken in Deutschland nicht gestattet ist, verzichten wir darauf und hoffen, dass Sie allein die Neugier auf das Werk zu ins Theater treibt.

Diese Lesung ist auch ohne Voranmeldung besuchbar!

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August 29, 2012
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art, Lesung, Veranstaltungen

SommerNachtsLesungen

Wie kann man heutzutage dem Publikum, also Ihnen, eine Lesung schmackhaft machen?
Wenn Sie noch keine erlebt haben (und Sie auch als Kind keine Geschichten von Ihren Eltern am Bett vorgelesen bekamen), dann wahrscheinlich nur schwerlich.

Was ist der Reiz einer Lesung?
Sie bekommen eine im besten Falle spannende, rührende, fesselnde Geschichte präsentiert, ohne konkrete Bilder. Somit fängt Ihre Fantasie an zu arbeiten und produziert (wie beim selber lesen) die Ihnen am besten anmutenden Bilder in Ihrem Kopf. Wird dieses, wie bei unseren Lesungen, durch synästhetische Mittel unterstützt, wie Licht, Ton und Geruch, dann entwickelt sich die Fantasie grenzenlos zu neuen Abenteuern.

Was noch?
Sie bekommen Zeit geschenkt. Sie werden „gezwungen“, sich eine gewisse Zeit lang auf sich und das Gehörte zu besinnen. Ohne Hektik. Und dennoch in direktem menschlichen Kontakt zu den Aufführenden/Lesenden.

Kommen Sie zu uns?
Dann denken Sie bitte daran, wie auf der Übersichtsseite zu den Lesungen erwähnt, dass Sie nur nach Voranmeldung per E-Mail, über unsere Kartenbestellung oder nach telefonischer Anmeldung Eintritt zu den ersten beiden Lesungen („Der fliegende Holländer“) erhalten!