Archiv: HerbstZeitLesungen

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Oktober 01, 2018
Geschrieben von: , Kategorie: HerbstZeitLesungen

Gespenstergeschichten

gespenstergeschichtenSie gewinnen in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober eine Stunde… Warum nicht auch mal spät aus dem Haus gehen und das Abenteuer der Nacht suchen:
Wir lesen ab 23 Uhr Gedichte und Erzählungen und Sagen, die Sie den Grusel in der Zeit vor und um Mitternacht live erleben lassen… Und das gab’s auch schon bei den klassischen Literaten wie Storm, Goethe, Hebbel und anderen. Aber auch Sagen aus verschiedenen deutschen Landstrichen erzählen von „Weißen Damen“ und Erscheinungen im Moor.

Kommen Sie doch vorbei und lauschen Sie bei blutroten Schlucken den Klassikern, die Annette Gleixner und Stephan Joachim präsentieren.

Ihre Plätze können Sie hier reservieren; oder Sie rufen kurzfristig an unter der Telefonnummer (0451) 5 99 88 60 5.

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Die 12. Lübecker Theaternacht

Die 12. Lübecker Theaternacht findet am Samstag, 22. September 2018, statt.

Zum zweiten Mal ist die Kulturdornse mit dabei und stellt sich mit kurzen inszenierten Programmen vor, in denen wir Ihnen, unserem Publikum, einen Abriss unserer kommenden Veranstaltungen geben wollen.
Musik, Text, Tanz & Erotik; all das sind stets Elemente unserer Abende.

Hier präsentieren wir Ihnen unser Programm der Theaternacht, dem wir das Motto
„Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen…“
gegeben haben.

Die Mitwirkenden sind dieses Mal: Annette Gleixner, Anne Patzer, Saskia Schmidt-Enders, Carsten Abelbeck und Stephan Joachim.

Wir freuen uns darauf, Sie um
17.00 | 18.00 | 19.30 | 20.30 | 21.45 | 22.30 | 23.15 Uhr
bei uns begrüßen zu dürfen.

Karten erhalten Sie auf Nachfrage gerne jederzeit über uns im Vorverkauf (0451 59988605) oder am Abend.

Das Programm der Kulturdornse bei der 12. Lübecker Theaternacht:


*   *  * * *  *   *
NACHMITTAG
(17 & 18 Uhr)

Annette Gleixner
Anne Patzer
Carsten Abelbeck
Stephan Joachim

 

 

 

*
Johann Wolfgang von Goethe
Aus Faust I:
Vorspiel auf dem Theater
Dichter, Theaterdirektor, Lustige Person
(Carsten Abelbeck, Stephan Joachim, Annette Gleixner)

*
Friedrich Theodor Vischer
Aus „Faust III“
Auftrittsmonolog des Lieschens
(Anne Patzer)

*
Oscar Wilde
Aus „Salomé“
Salomé, Jochanaan
(Anne Patzer, Carsten Abelbeck)

*
August von Löwis of Menar
Aus dem Märchen „Oletschka“ (Schneewittchen)
Erzähler, Zarin, Der Spiegel, Hexe
(Stephan Joachim, Anne Patzer, Carsten Abelbeck, Annette Gleixner)

*
Georg Heym
Aus den Tagebüchern:
20. 7.1906
(Carsten Abelbeck)

*
Klabund
Aus „Ode an Zeesen“
Jazzimprovisation & Text
(Stephan Joachim)

 

*   *  * * *  *   *
ABEND
(19.30 & 20.30 & 21.45 & 22.30 & 23.15 Uhr)

Anne Patzer
Saskia Schmidt-Enders
Stephan Joachim

 

 

 

*
Johann Wolfgang von Goethe
Aus Faust I:
Vorspiel auf dem Theater
Theaterdirektor
(Stephan Joachim)

*
Friedrich Theodor Vischer
Aus „Faust III“
Auftrittsmonolog des Lieschens
(Anne Patzer)

*
Oscar Wilde
Aus „Salomé“
Salomé, Herodias, Jochanaan
(Anne Patzer, Saskia Schmidt-Enders, Stephan Joachim)

*
Georg Heym
Aus den Tagebüchern:
20. 7.1906
(Stephan Joachim, Saskia Schmidt-Enders)

*
Saskia Schmidt-Enders
Chanson „Es bleibt ein Rest“
(Saskia Schmidt-Enders)

*
Lina Sophie Viereck
#sexamsonntag:
Von Hoffnung und Sex
(Anne Patzer)

*
Klabund
Aus „Ode an Zeesen“
Text & Improvisation
(Stephan Joachim, Saskia Schmidt-Enders)

*
Saskia Schmidt-Enders

Chanson „Herbstlied“
(Saskia Schmidt-Enders)

Aus mit Musik

 

Die Internetseite der 12. Lübecker Theaternacht finden Sie hier.

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Dezember 15, 2017
Geschrieben von: , Kategorie: HerbstZeitLesungen, Kulturdornse, WinterAbendLesungen

Weihnachten im Herzen

Weihnachen im HerzenWeihnachten im Herzen in der Kulturdornse ist nicht „Apfel, Nuß und Mandelkern“, aber Glühwein, Gebäck und Geschichten. Bei Kerzenschein und weihnachtlichem Getränk empfangen wir Sie gerne am Samstag, 16. Dezember, ab 19.30 Uhr. Beginn der Lesung ist dann um 20 Uhr.

Wir freuen uns darauf, Ihnen Gedichte und Erzählungen von Hans Christian Andersen (1805 – 1875), Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), Friedrich Rückert (1788 – 1866), Heinrich Seidel (1842 – 1906), Carl Spitteler (1845 – 1924), Theodor Storm (1817 – 1888), Karl Friedrich Wetzel (1779 – 1819) und Martin Luther (1483 – 1546) vortragen zu dürfen.

Es lesen für Sie Carla Gesikiewicz und Stephan Joachim, der die Lesung auch mit der Querflöte musikalisch untermalen wird.

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November 11, 2017

Pack die Rute aus…

Erotisches zum Nikolaus.

Am 6. Dezember bringen wir Ihnen ein ganz besonderen Genuß zu Gehör.
Spontan entstand eines Tages die Idee des Titels „Pack die Rute aus… Erotisches zum Nikolaus“. Wir dachten, das wäre ein spannender Ansatz zur Suche entsprechender Literatur. Nur wie bei uns stets: Klassischer Literatur.
Und damit haben wir es uns schwer gemacht. Denn die vergangen Jahrhunderte waren nicht gerade die, in denen Erotik oder gar Sex in der Literatur offen ausgelebt wurde… Goethe, Schiller und Dichterkollegen kennen wir besser durch ihre Dramakultur. Aber wir werden fündig werden…

Bekannter sind dann schon vereinzelte Werke aus Italien oder Frankreich; deren erste Übersetzungen können dann auch schon einen sprachlichen Genuß darstellen.

Anne Patzer (Nikolaus Detail)

Unseren Abend mit modernen Werken aufzufüllen erscheint uns daher für die pikante Note angebracht. Und was liegt da dann näher, als zu versuchen, gute aber noch nicht entdeckte LyrikerInnen zu finden, denen wir so eine Plattform bieten können. Und noch besser wäre es, wenn diese auch noch aus Lübeck kämen.

Mhm, und dann stießen wir auf die Texte von Lina-Sophie Viereck, die einen eigenen Blog mit dem Titel „love or fvck“ pflegt… Kurz gefragt und nun freuen wir uns auf ihre Werke an diesem „knisternden“ Abend.

Und auf Sie als unsere Gäste.

Anne Patzer (Nikolaus Detail)

Anne Patzer, die schon der „Wanda Dunajew“ in unserem Abend „Venus im Pelz“ ihre erotische Stimme lieh, wird wieder vor Ort sein – und Sie nervös machen…

Und! Wir haben kurzfristig unsere liebe Kollegin Saskia Schmidt-Enders überreden können, drei ihrer Chansons, zum Besten zu geben… Sie wird „Leicht“, „Du“ und „Luft“ präsentieren.

Bitte melden Sie sich rechtzeitig hier auf unserer Seite an; oder telefonisch unter (0451) 5 99 88 60 5.

Anne Patzer (Nikolaus Detail)

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November 03, 2017

Passagen

„Das Meer ist schwarz und tief. Und wenn man hineinfällt stirbt man.
Sie zog den Finger aus dem Sand und blickte hinaus auf das schwarze Ungeheuer, das sie ihren Geliebten nannte.
Nebel lag über dem grauen Strich, der die Ewigkeit von ihrer Welt trennte.
Eine Schaumwelle umschmeichelte ihren schlanken Fuß.
Trotz der Zierlichkeit trotzte er knochig dem Naß.
Auf dem Rückzug dieser Liebesschwüre vernichtete die Welle die Schrift, als ob sie in uraltem Hohn sprach, von Ewigkeiten, von Erbärmlichkeit.“

Nicht gegensätzlicher, nicht gemeinsamer könnten die sagenhaften Märchen um den „Fliegenden Holländer“ und den „Blaubart“ sein.
In zahlreichen Fassungen tauchen beide Figuren in unterschiedlichen Interpretationen auf. Immer geht es um Sehnsucht, Erlösung und Verdammnis.
Als Musiker ist uns die Oper von Richard Wagner mit eine der nächsten Geschichten um den Holländer, aber vor einiger Zeit entdeckten wir auch das Versepos von Julius Wolff, das wir auch innerhalb der LenzLustLesungen präsentieren. Die Erzählung um Blaubart und seine Frauen ist ebenfalls vielfältig in der Kunst verarbeitet worden. Die bekanntesten Werke sind sicherlich die Oper „Blaubarts Burg“, auf deren Grundlage jo.art bereits 2001 einen Tanztheaterabend kreierte. Aber auch die Oper von Dukas „Ariane et Barbe-Bleue“ ist eine wunderbare Umsetzung. Weiter gibt es vielfache Märchenfassungen neben der von Perrault und den Gebrüdern Grimm.

Die umfangreiche Beschäftigung mit beiden Sujets führte schon sehr früh zu dem Wunsch, aus beiden Geschichten eine tiefsinnige Erzählung zu schaffen.

Die hier vorgestellte Buchfassung ist eine poetische Auseinandersetzung mit beiden Geschichten, mit der Todes-, Liebes- und Erlösungssehnsucht, und bietet viel Freiraum für emotionale und gedankliche Assoziationen.

Erleben Sie also die Geschichte um Senta, Ohto und dem Holländer in gemütlicher Runde mit einem guten Schluck bei uns in der Kulturdornse.
Wir freuen uns auf Sie.

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November 01, 2017

Der fliegende Holländer

der_fliegende_hollaender

»Vor ihm sind tausend Jahre wie ein Tag,«
Spricht der Psalmist. Des Meeres Wellenschlag,
Die Athemzüge seines Rauschens sind,
Ob sie nun schleppend gehen, ob geschwind,
Ein Puls der langen, langen Erdenzeit,
Und sie ist nur ein Hauch der Ewigkeit,
Wo Sonnen glühen und zu Eis erkalten,
Die jüngsten Sterne winterwüst veralten.

] Der fliegende Holländer… [

Was Menschen raschen Wortes »ewig« nennen,
Wenn sie sich lieben, und wenn sie sich trennen,
Wieviel ist’s länger, als die Blume blüht,
Die eines Sommermorgens Thau besprüht?

] Ein Seemannssage von Julius Wolff… [

Landflüchtig ist der Mensch in der Natur,
Sein Leben währt, wenn’s hoch kommt, siebzig Jahr,
Und wenn es herrlich, wenn es köstlich war,
So war es nichts, als Müh und Arbeit nur.
Ihn aber dünkt der alten Erde Rund,
Das seine Hütte trägt als sichrer Grund,
Der Boden, drauf er mit den Füßen steht,
Durch Noth und Tod mit seiner Liebe geht,
Die Scholle, die er pflügt mit seiner Schar,
Fest, unerschütterlich, unwandelbar.

] Mord… Liebe… Leid… Sehnsucht… Meer… [

Und ist es auch, so lange Menschen denken,
Erinnernd ins Vergangne sich versenken
Und sehnend, hoffend in die Zukunft schauen,
Der ihres Herzens Wünsche sie vertrauen.
So rauschte schon das Meer, wie’s heute rauscht,
Bevor es noch ein Menschenohr belauscht;
So sah es der, der mit dem Steinbeil schlug,
Des Höhlenbären Haut als Mantel trug,
So sahn es die phönizischen Triremen,
Die Griechenflotten und beim Beutenehmen
Wikinger Drachen, so der Hansa Ehren
Und so Venedigs kreuzende Galeeren,
So wird es sehn der Letzte, der’s befährt,
Der letzte Fischer, der von ihm sich nährt.
Wenn es sich leise schwingend senkt und hebt,
Sein schimmernd Blau von keinem Sturm durchbebt,
Am Tage sonnig glänzt und lockt und lächelt,
Mit sachtem Wogengange Kühlung fächelt,
Und sich bei Nacht aus ihrer Weltenferne
In seinem Spiegel schau’n die goldnen Sterne,
Verräth es nicht, was unter seiner Fluth,
Von Finsterniß umhüllt, im Tiefen ruht.
Da liegt manch Anker, dessen Kette riß,
Manch eine Kugel, die durch Segel biß,
Und weit davon vielleicht dasselbe Rohr,
Aus dem sie in der Seeschlacht schoß hervor.

] vorgelesen in vier Teilen an zwei Abenden… [

Da schlummern einsam menschliche Gebeine,
Nicht zugedeckt mit einem Marmorsteine,
Gebeine derer, die im Schreckensdrang
Des Schiffbruchs fanden ihren Untergang.
Nicht Alle doch, die hilflos von den Planken
Herabgespült, versanken und ertranken,
Ruhn unbestattet in der Tiefe Schoß
Versandend aus vom harten Seemannsloos.

Manch Einen trägt die Welle wohl zu Land
Und bettet sanft ihn auf bewohnten Strand,
Da findet er mit Kreuz und Nummerstab
In Frieden dann ein namenloses Grab. *

] am Freitag, 3. November, 20 Uhr. [

* Aus „Der fliegende Holländer“ von Julius Wolff.

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November 09, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: HerbstZeitLesungen

„Duineser Elegien“ von Rilke

Diese Sammlung poetischer Texte sind zwischen 1912 und 1922 enstanden. Der Name leitet sich von dem Ort ab, an dem Rilke die erste Elegie verfasste, das Schloss Duino bei Triest.

Das Werk gehört wohl mit zu den bekanntesten Rilkes, wenngleich es in seiner Komplexität nicht ganz leicht zu verstehen ist. Dennoch lohnt sich das Zuhören auf alle Fälle. Wir empfehlen, nach Möglichkeit, es schon einmal vorweg anzulesen, oder im Nachhinein nochmals zu lesen.
In den Elegien setzt sich Rilke überwiegend mit der Problematik auseinander, dass der Mensch der Selbstreflexion anheim geliefert ist, und dieses als Schwierigkeit bei der Bewältigung des Lebens begreifen muss. Motive wie „Tier“, „Engel“ und „Puppe“ werden als Gegenspieler zum menschlichen Personal angeführt.

Eine interessante, umfangreiche und durchaus empfehlenswerte Interpretation bzw. Erläuterung der Elegien findet sich auch z. B. bei Wikipedia.

Freuen Sie sich auf einen tiefsinnigen, sprachlich feinen und ergreifenden Abend mit einem der größten deutschen Dichter.