Carla in New Zealand

© Carla Gesikiewicz

Bula! Das bedeutet „Hallo“ und so wurde ich schon am Flughafen in Fidschi empfangen und dann auch als ich mit einem kleinen Boot auf eine der vielen, traumhaften Inseln gefahren wurde.
Die Einheimischen tragen blaugemusterte Kleidung und eine für Fidschi typische Blume im Haar.
Sie spielen Gitarre und singen zur Begrüßung in ihrer Sprache.

Ich kann es kaum glauben: Ich bin wirklich im Paradies!!

© Carla Gesikiewicz

Das Resort, in dem ich mit einer Freundin wohnen werde, liegt von Blumen und Palmen umgeben zwischen grünen Hügeln und dem schneeweißen Strand. Das Meer ist so türkisblau, wie gemalt. Zwischendurch sieht man dunklere Stellen: Ein Riff! Direkt „vor unserer Haustür“ tummeln sich bunte Fische zwischen Korallen herum. Also gleich mal schnorcheln gehen! Eingetaucht in die Unterwasserwelt sahen wir solch bizarre Korallen, Fische und andere Lebewesen. Es war wunderschön! Sogar die Bekanntheiten aus „Findet Nemo“ ließen sich blicken! 🙂

Generell sieht die Szenerie eins zu eins aus wie aus einer Werbung eines Reisebüros. Und hier werde ich erst mal bleiben. Diesen Urlaub habe ich mir nach sieben Monaten als Au Pair auch verdient.
Ich freue mich auf weitere Schnorchel-Trips, das Baden im glasklaren Wasser, das Sonnen unter Palmen und Feigenbäumen, bunte Cocktails an der Strandbar und Sonnenuntergänge über dem Pazifik!

Carla
Fiji 17.3.2019

 

© Carla Gesikiewicz

Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Literweise Wasser, Sandwiches (richtiges Brot gibt es hier ja leider nicht- völlig unverständlich, finde ich), energiebringende Snacks, Wanderschuhe, Regenjacke und Pulli, aber auch Hut und Sonnencreme.
Ach ja, und es ist übrigens 4:45Uhr als mein Wecker klingelt.

Wohin es geht?
Auf eine Bergüberquerung. Das „Tongariro Crossing“ ist eine der schönsten Tageswanderungen in Neuseeland und was soll ich sagen: I totally agree!! Es war so beeindruckend!

© Carla Gesikiewicz

Wir sahen die Sonne hinter den Bergen aufgehen, während wir auf unseren Busshuttle warteten, der uns zum Startpunkt bringen würde. Dann machten wir den ersten Schritt der 19,4km langen Wanderung.
Der Weg führte uns über unzählbare Treppenstufen, Stege über Flüsse und Gestrüpp, Wege auf Hochebenen entlang und durch nicht einmal als Trampelpfad zu definierende Abschnitte zwischen Felsen und Geröll entlang.

Das es anstrengend war, muss ich glaube ich nicht erwähnen. Aber die Aussicht war es so, so Wert!! Jedes Mal wenn ich dachte, es könne nicht schöner werden, kamen wir über eine weitere Bergkuppe und ich war wieder überwältigt. Ich glaube, ich habe das Wort „wow“ etwas vermehrt verwendet…

© Carla Gesikiewicz

Der Vulkan, der tiefrote „Red Crater“, der in der ferne schimmernde „Blue Lake“ und die drei „Emerald Lakes“ mit den jeweils verschiedenen, bizarren Farben und all die anderen Berspitzen und rauen Felsen boten so viele, atemberaubende Bilder.
Es war, als würde man über die Oberfläche des Mondes oder eines fremden Planeten spazieren. Die gesamte Natur wirkte so wild, so ursprünglich, so stark: Im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.

Ich bin so dankbar, für diese Erlebnisse! Dies war definitiv eines der besten Dinge, die ich hier gesehen und erlebt habe!

 

Carla
Tongariro Crossing 28.1.19

 


 

© Carla Gesikiewicz

Urlaub! Das heißt konkreter: Zweiwöchiger Roadtrip mit einer Freundin und unserem gemieteten Auto namens Thomas -so haben wir ihn getauft, schließlich ist er nicht nur unser Fortbewegungsmittel und Reisebegleiter, sondern quasi auch unsere Wohnung. Denn wir schlafen auch im Auto. Sehr gemütlich… :).
Wir rasten also mal auf einsamen Campingplätzen am Ozean oder in einem etwas größeren Ort und übernachten sogar einige Male bei unglaublich netten, herzlichen Verwandten unserer Gastfamilien. Wir haben so großes Glück, denn ein richtiges Bett bedeutet für uns nun purer Luxus! Und wir wurden immer so warm und großzügig empfangen und haben wunderbare Menschen kennenlernen dürfen!

© Carla Gesikiewicz

Unsere Route führt uns an der Ostküste der Nordinsel entlang. Wir machen in Orten wie Tauranga Halt, wo wir auf den Mount Manganui wandern und am Strand Silvester feiern, sonnen uns an einsamen Stränden, fahren stundenlang auf Highways direkt am Pazifik entlang, laufen zum Leuchtturm des östlichsten Punktes Neuseelands (wo man, wenn man früh genug aufstehen würde, den ersten Sonnenaufgang des Tages sehen könnte…), machen Wanderungen und erkunden die wunderschöne Art Déco Stadt Napier und kommen schließlich am südlichsten Teil der Nordinsel, also in Wellington an. Die Hauptstadt ist viel kleiner und überschaubarer als wir erwartet hatten, aber sehr schön und ansprechend mit dem Hafen und der City, welche sich in die Bucht schmiegt und wiederum von grünen Hügeln umarmt wird. Wir genießen die Tage in der Stadt bei fantastischem Wetter.

© Carla Gesikiewicz

Viel zu schnell bricht der letzte Tag an, an dem wir noch eine Tour der „weta workshops“ vor uns haben. Meine Gasteltern haben mir und meiner Freundin großzügiger weise diese Tour geschenkt und so konnten wir Requisiten, Kostüme und Figuren aus „Herr der Ringe“, „Narnia“ und Co. samt deren aufwändigen, kreativen und überaus beeindruckenden Entstehungsprozessen bestaunen!

Dann ging es zurück nach Auckland, Unser Urlaub ist zwar zu Ende, unsere Zeit in Neuseeland aber zum Glück noch nicht! Und wie wunderbar und „Krass“ ist es, dass wir Auckland unser Zuhause nennen können und es sich auch so anfühlt, als würden wir Heim kommen, wenn wir die Skyline erblicken?!

Carla
Nordinseltour 30.12.18- 12.1.19

 


© Carla Gesikiewicz

© Carla Gesikiewicz

Grau.
Ist das eine Farbe?
Denn das ist es, was ich sehe.
Wie Langweilig!
Aber ich merke, dass es mir wider Erwarten gefällt.
Grau kann schön sein. Und spannend. Und Grau ist nicht gleich Grau.
Ein anderer Blick.
Eine andere Sichtweise. Auf die Welt.
Atmosphäre.
Wie schön:
Grau

© Carla Gesikiewicz

Liebe Grüße aus dem gerade nicht-grauen, sondern sonnigen Auckland!
Carla 🙂

 


Abenteuer Neuseeland!

Am 6.08. begann meine Reise nach Neuseeland, wo ich Au Pair, Familienmitglied, Backpackerin, Abenteurerin und natürlich ich selbst sein würde.

© Carla Gesikiewicz

Los ging es schon am Bahnhof, von wo aus ich mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen fuhr.
Ab Hamburg hatte ich mich mit einem anderen zukünftigen Au Pair verabredet, was uns beiden den Weg zum Abflugsort einfacher machte.
Über seine Pläne, den Abschied von Daheim, seine Vorstellungen und Ängste bezüglich der kommenden Monate reden zu können, tut unfassbar gut! Am Check In trafen wir nach und nach andere Mädels, die ihre Sachen für diesen etwas längeren Auslandsaufenthalt gepackt hatten… und so waren wir schon fünf!
Insgesamt bildeten wir eine Gruppe von fast 30 jungen Menschen, die über die gleiche Organisation als Au Pair ins „Land der langen weißen Wolke“ gehen wollen. Zwei 11-Stunden-Flüge standen uns bevor: Zwischenziel mit einer Zeitverschiebung von 6 Stunden war Hongkong! So exciting!
Mein erster Langstreckenflug! Es gab eine große Auswahl an Filmen, zwei Mahlzeiten mit einigermaßen leckerem Flugzeugessen und eine Decke, die aber gegen das viel zu stark gekühlte Flugzeug kaum etwas ausrichten konnte. Nach einigen Stunden Schlaf im Sitzen (immerhin!) gab es nach deutscher Zeit mitten in der Nacht Frühstück! Das war wirklich seltsam.

© Carla Gesikiewicz

Nachdem wir herausgefunden hatten, wie wir auf bürokratischem Wege und ohne Visum den Flughafen verlassen konnten, um unsere 14 Stunden in Hongkong verbringen zu können, ging es los in die nun zu China zugehörige, aufregende Stadt! Es war so heiß! Und stickig, schwül und voller Smog. Das hatte uns alle deutlich abgeschreckt. Dennoch war es sehr spannend, die Stadt zu erkunden, die so anders ist als jeder westliche Ort. Mit einer Bustour ging es durch das Zentrum zwischen modernen Wolkenkratzern und heruntergekommenen, unbewohnbar scheinenden Hochhäusern hindurch. Dann vertrauten wir einer alten Tram, die uns auf einen der vielen erstaunlicherweise naturbelassenen Hügel zu einer Aussichtsplattform brachte; dem „Victoria Peak“. Der Blick auf die unzähligen Hochhäuser, das Meer und die Hügel ist großartig! Aber auch die Tour durch die nähere Umgebung Hongkongs mit fantastischem Meerblick!
Müde vom vielen Laufen begaben wir uns in den nächsten Flieger, wo ein ähnliches 11-Stunden-Programm auf dem Plan stand. Abendbrot, Schlafen oder Nicht-schlafen, Frühstück etc.. Doch der nächste Flughafen begrüßte uns endlich auf Englisch und Maori, der Sprache der neuseeländischen Ureinwohner. „Kia Ora!“ Wir waren angekommen! Schon im Flieger habe ich, wie viele andere, auf der Weltkarte der kleinen Bildschirme unsere Flugroute verfolgt: Einmal auf die andere Seite des Globus. Das fühlt sich wirklich seltsam an. Denn obwohl die beiden Flüge und alles andere lange dauerten und anstrengend waren, haben wir für diese vielen Meilen dennoch nur zwei Tage gebraucht.

 

© Carla Gesikiewicz

Geschafft! Wir sind in Neuseeland! Alle durften einreisen! Nichts vergessen, Visum anerkannt, keine nicht-deklarierten Lebensmittel im Handgepäck und kein fündig gewordener Spürhund an seinem Koffer! Welche Erleichterung!
Mit unseren riesigen Koffern beladen, ging es dann mit Hilfe eines Busshuttles zum Hotel, wo drei Tage mit Schulungen, Vorträgen und Kursen auf uns warteten: die „Orientation Days“. Auf dem Weg dorthin, machte sich die Temperaturumstellung schon bemerkbar. Winter! Nach dem schwülen Hongkong vom Vortag und dem außerordentlich warmen Sommer in Deutschland, war das ein starker Kontrast. Doch Aucklands Winter bedeutet ca. 15 Grad. Schnee gab es hier in den letzten 50 Jahren vielleicht ein Mal! Daher können hier auch Palmen wachsen. Diese lassen mich sofort an Urlaub denken! Etwas befremdlich ist es aber, Palmen neben winterlich entlaubten Obstbäumen zu sehen… und dabei einen Regenschauer zu erleben. Davon sollte ich noch einige genießen dürfen.

Bei den Orientierungstagen lernten wir Vieles über das Land, die neuseeländische Kindererziehung und den Straßenverkehr (Links fahren!), absolvierten einen Erste-Hilfe-Kurs und erledigten Einiges an wichtigem Papierkram. Außerdem hatten wir Zeit, einander kennen zu lernen und vor allem mit denjenigen Kontakte zu knüpfen, die in der gleichen Stadt leben würden. Da ich in Auckland wohnen würde und dies die größte Stadt hierzulande ist, war ich bei weitem nicht die Einzige, die hier ihre Gastfamilie gefunden hatte.

© Carla Gesikiewicz

Apropos Gastfamilie… wir waren alle wirklich aufgeregt, als der Freitag kam, an dem wir abgeholt wurden und unseren Gastfamilien das erste Mal begegneten! Werden die Kinder mich mögen? Wie sind die Gasteltern so? Worüber soll ich mit ihnen reden?

Ich wurde von meiner Gastmutter mit einem Lächeln, einer Umarmung und einem riesigen Strauß Blumen erwartet. Die Autofahrt zu meinem neuen Zuhause verlief sogar relativ entspannt. Da die Vorträge der letzten Tage alle auf Englisch gehalten wurden, war ich schon etwas aufs Englischsprechen vorbereitet und Gesprächsthemen gab es auch genug.

Im Haus angekommen, habe ich erst mal mein Zimmer bezogen, mich dann aber schon schnell mit meiner Gastmutter zum Fußballplatz aufgemacht, um die Kinder kennen zu lernen. Dass sie sich auf mich freuten, hatten sie schon in einem Video ausgedrückt, das mir meine Gasteltern geschickt hatten. Sehr süß! Dementsprechend freudig und offen war auch die Begrüßung der beiden Kinder. Also: Gleich zusammen spielen! So lernt man sich kennen!
Abends haben wir alle zusammen Abendbrot gegessen, geredet und ein Spiel gespielt. Die Atmosphäre war wirklich schön, freundlich und herzlich!

Das Wochenende verlief ähnlich angenehm. Ich hatte Zeit, auszupacken und mein Zimmer einzurichten, die Familie und ihren Alltag kennen zu lernen und wurde am Sonntag gleich wie ein vollwertiges Familienmitglied auf einen Ausflug mitgenommen: Nach Piha Beach. Ein wunderschöner Strand an der Westküste Aucklands! Dank hoher Wellen des Tasmanischen Meeres ist der Strand zum Baden ungeeignet, zum Surfen aber perfekt. Oder um einen fantastischen Spaziergang an einem sonnigen Wintertag zu genießen.

© Carla Gesikiewicz

Am Montag begann meine Arbeitswoche. Aber ich bekam während der ersten Tage noch Vieles gezeigt und erklärt. Nach einer ausführlichen Hausbesichtigung, kenne ich nun fast jedes Detail. Durch gemeinsames Kochen und Einkaufen, weiß ich nun besser über die hier herrschenden Essgewohnheiten Bescheid (Was ich jetzt schon vermisse, sind „richtiges“ Brot und nicht nur Toast und ein warmes Mittagessen statt Sandwiches). Nach mehrmaligem Üben, fahre ich jetzt auch sicher mit dem Auto auf der linken Seite, biege auf der richtigen Seite in die vielen Kreisverkehre ein und verwechsel (kaum noch) den Blinker mit dem Scheibenwischer. Außerdem war ich auf dem futuristisch anmutenden Skytower und genoss den Ausblick über die Stadt!

Das Wochenprogramm: Kinder zur Schule und zum Kindergarten bringen, von dort anholen, Wäsche waschen, kochen und mit ihnen spielen. Die zwei haben selbst viele Ideen und so spielen wir mit Puppen, Figuren und Laserschwertern, toben auf Spielplätzen oder drinnen herum, backen oder malen was das Zeug hält. Abends essen wir alle zusammen und lassen den Tag mit einem sehr schönen Ritual Revue passieren: Die Frage „What was your favourite part of the day“, wird reihum beantwortet. Das ist wirklich eine tolle Idee!

Dann war auch schon Wochenende! Wir besuchten unsere Nachbarn und hatten einen schönen Nachmittag zusammen. Danach traf ich mich mit ein paar Mädels von den Orientierungstagen. Es gab so viel zu erzählen! Wir aßen gemeinsam in der Stadt Pizza und redeten über unsere erste Woche bei den Gastfamilien. Am Samstag trafen wir uns zu einem Filmabend und schauten „Herr der Ringe“, da dieser ja hier in Neuseeland gedreht wurde. Die Filmset-Besichtigung im sogenannten „Hobbiton“ haben wir uns auch schon als Reiseziel gesetzt. Umso spannender war es, die Filme vorher (noch einmal) in dem Land zu sehen, in dem die atemberaubenden Kulissen real waren und die wir bald ebenfalls bereisen würden.

Nach einem tollen Wochenende begann meine zweite Woche als Au Pair. Langsam kommt mir die näheren Umgebung bekannt vor, ich weiß, welches Programm an welchem Tag ansteht und fühle mich mit allem einfach sicherer.

Am kommenden Wochenende werde ich wieder einen Ausflug mit den anderen Au Pairs machen. Wir wollen mit der Fähre auf eine der vielen kleineren Insel rund um Neuseeland fahren. „Waiheke Island“ liegt vor Auckland und soll wunderschön sein. Ich bin sehr gespannt!