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März 19, 2017
Geschrieben von: , Kategorie: Empfehlungen, LenzLustLesungen, Lesung

Passagen

„Das Meer ist schwarz und tief. Und wenn man hineinfällt stirbt man.
Sie zog den Finger aus dem Sand und blickte hinaus auf das schwarze Ungeheuer, das sie ihren Geliebten nannte.
Nebel lag über dem grauen Strich, der die Ewigkeit von ihrer Welt trennte.
Eine Schaumwelle umschmeichelte ihren schlanken Fuß.
Trotz der Zierlichkeit trotzte er knochig dem Naß.
Auf dem Rückzug dieser Liebesschwüre vernichtete die Welle die Schrift, als ob sie in uraltem Hohn sprach, von Ewigkeiten, von Erbärmlichkeit.“

Nicht gegensätzlicher, nicht gemeinsamer könnten die sagenhaften Märchen um den „Fliegenden Holländer“ und den „Blaubart“ sein.
In zahlreichen Fassungen tauchen beide Figuren in unterschiedlichen Interpretationen auf. Immer geht es um Sehnsucht, Erlösung und Verdammnis.
Als Musiker ist uns die Oper von Richard Wagner mit eine der nächsten Geschichten um den Holländer, aber vor einiger Zeit entdeckten wir auch das Versepos von Julius Wolff, das wir auch innerhalb der LenzLustLesungen präsentieren. Die Erzählung um Blaubart und seine Frauen ist ebenfalls vielfältig in der Kunst verarbeitet worden. Die bekanntesten Werke sind sicherlich die Oper „Blaubarts Burg“, auf deren Grundlage jo.art bereits 2001 einen Tanztheaterabend kreierte. Aber auch die Oper von Dukas „Ariane et Barbe-Bleue“ ist eine wunderbare Umsetzung. Weiter gibt es vielfache Märchenfassungen neben der von Perrault und den Gebrüdern Grimm.

Die umfangreiche Beschäftigung mit beiden Sujets führte schon sehr früh zu dem Wunsch, aus beiden Geschichten eine tiefsinnige Erzählung zu schaffen.

Die hier vorgestellte Buchfassung ist eine poetische Auseinandersetzung mit beiden Geschichten, mit der Todes-, Liebes- und Erlösungssehnsucht, und bietet viel Freiraum für emotionale und gedankliche Assoziationen.

Erleben Sie also die Geschichte um Senta, Ohto und dem Holländer in gemütlicher Runde mit einem guten Schluck bei uns in der Kulturdornse.
Wir freuen uns auf Sie.

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Oktober 06, 2016

Mir zur Feier

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Liebe Gäste von und Interessierte an jo.art,

„Mir zur Feier“ ist ein Gedichtszyklus von Rainer Maria Rilke, der um 1897/98 herum entstanden ist. Die Betrachtung der menschlichen Innenwelten stellt ein Hauptaugenmerk dieser Sammlung dar.

Wir bringen diesen Zyklus am 10. Oktober, dem 30-jährigen Bühnenjubiläum von Stephan Joachim, natürlich, weil es an einem solchen Tag nicht nur um die Rückbesinnung auf vergangene dreißig Jahre Bühnenarbeit geht, sondern auch um die Sicht in das eigene Innere, und um die Frage, was noch wird. Der Titel des Werks ist somit Motto, aber soll sich ganz in der demütigen Haltung vor dem Glück die Erfahrungen der letzen dreißig Jahre gemacht haben zu dürfen, widerspiegeln.

Mir zur Seite wird unsere Jungdarstellerin, die auch schon bei der „Helena-Akt“-Lesung begeisterte, Carla Gesikiewicz lesen.

Ich würde mich freuen, wenn ich diesen Tag mit vielen Kulturliebenden zusammen in der Kulturdornse, An der Untertrave 70, begehen und bedenken dürfte…
Beginn des Abends ist um 20 Uhr; Einlass bereits um 19.30 Uhr. Wir werden nach der Lesung noch in gemütlicher Runde beisammen sitzen, und über Theater, Gott und die Welt den Austausch pflegen können.

Ihr Stephan Joachim

Bitte reservieren Sie Ihre Karten vorher.

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Mai 12, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art, Veranstaltungen

Saskia Enders bei jo.art zu Gast

HanseKulturFestival 2016 in Lübeck
Im Rahmen des HanseKulturFestivals und der „Roten Meile“ ist Saskia Enders bei jo.art zu Gast.

Am Samstag Abend laden wir um 22.oo Uhr in unsere Kulturdornse ein.  Saskia Enders wird bei uns ihren Chansonabend einem kleinen Kreis an geladenen Gästen präsentieren.
Als Ausklang des turbulenten Tages während des HanseKulturFestivals freuen wir uns auf Lieder, die in ihrem Stil angenehm zwischen Hans-Dieter Hüsch und Konstantin Wecker ihren Platz fänden.

Eine kleine Soirée „untermalt“ von einem Gläschen und einem Häppchen, die dann nicht nur der Ausklang des Tages werden kann, sondern auch der Übergang zur AfterDayParty, die im Strandsalon ab ungefähr 22.oo Uhr statt findet.
Sie können also nach einer knappen Stunde bester musikalischer Unterhaltung auf kurzem Weg zur Party wandern, oder Sie bleiben noch etwas und klönen mit uns…

Mehr über Saskia erfahren Sie auf ihrer Internetseite. Und die Bitte um eine – der auf zwanzig begrenzten – Einladungen können Sie hier stellen.

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Mai 11, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: Empfehlungen, Veranstaltungen

FlaVio

Die Lübecker Musikschule der GEMEINNÜTZIGEN hat seit letztem September einen Workshop für Barockgesang angboten, der von Stephan Joachim geleitet wurde.
Im Anschluss wurden die im Kurs erarbeiteten Stücke, aus der Oper „Flavio“ von Georg Friedrich Händel, in einer Collage mit dem Einakter „Die weiße Fürstin“ von Rainer Maria Rilke zu einem barockmusikalischem Spiel, also einer szenischen Aufführung verarbeitet. Die entstandene Inszenierung wurde bereits an der Musikschule in Hvidore (bei Kopenhagen) aufgeführt und wird nun noch am 27. Mai im Festsaal der GEMEINNÜTZIGEN und am 5. Juni im Barockschloss Bothmer (Klütz) zu sehen sein.

Sie können hier über unsere Internetseite gerne Kartenreservierungen tätigen (bitte per Kontaktmail).

Carla Gesikiewicz als "Monna Lara"

Carla Gesikiewicz als „Monna Lara“

Wir erwähnen das Projekt gerne, weil wir als Unterstützer für die Produktion die Umsetzung mit möglich gemacht haben. jo.art hat fast die gesamte Bühnentechnik und Beleuchtung gestellt. Auch wurden fast alle szenischen Proben in unserem Kultursalon durchgeführt. Wir fanden die Zusammenarbeit sehr inspirierend.

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April 02, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: Events, jo.art

Die Rote Meile

Das HanseKulturFestival 2016 in Lübeck
Das Hansekulturfestival findet in diesem Jahr vom 20. bis zum 22. Mai in Lübeck statt.

Zum ersten Mal nach vielen, vielen Jahren wird es wieder eine Art Altstadtfest geben. Auf den Straßen und Plätzen rund um den Koberg, rund um das Hansemuseum, verteilt auf der nördlichen Altstadtinsel, werden KünstlerInnen und AusstellerInnen ihre Werke präsentieren. Sie sind eingeladen, die Gänge zu entdecken, und in ihnen Wohnzimmer zu betreten, die zur gastlichen Verweilstätte werden und so den hanseatischen Geist der Stadt verströmen.

Direkt an das Hansemuseum grenzend beginnt nach wenigen Schritten der Museumshafen mit seinen historischen und prachtvollen Schiffen.
Wir, die Skipper im Museumshafen, präsentieren Ihnen während der drei Tage bei uns die maritime Ursprünglichkeit und Lebhaftigkeit er Schiffswelten. Handel und Rotlicht waren hier einst dicht beieinander; und darum machen wir aus unserer Hafenmeile eine „Rote Meile“ und laden ein zu Musik, Artistik, Künstlertum und Frivolität (zumindest abends…).

Da die Eigner der RIKKE gleichzeitig die Mitglieder von jo.art sind, können Sie bei uns sowohl auf dem Schiff, als auch in unserem Kultursalon die eine oder andere künstlerische Darbietung erleben.

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März 06, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: Künstlerstammtisch

Theaterklub. Läuft…

Nach nun dem dritten Treffen des Theaterklubs aka Künstlerstammtischs, können wir wohl die leise Hoffnung hegen, dass er sich etabliert hat. Wir sind unterdessen so um die fünfzehn Mitglieder.
Am 1. April findet also wieder ein Treffen statt… Wo, das findet sich in nächster Zeit.

Die ersten beiden Treffen waren im „NoKi“. Das dritte fand nun in der „Neuen Rösterei“, in der Remise, statt, weil das „NoKi“ am Dienstag Ruhetag hat.

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass wir nun schon eine illustre Mischung verschiedener Musiker sind, die alle für sich auch weitere Interessen haben, die alle interessieren könnten, oder die über ihren Beruf hinausgehende Aktivitäten haben.

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Januar 05, 2016
Geschrieben von: , Kategorie: Künstlerstammtisch

Theaterklub: Das erste Treffen

Das war es nun, das erste Treffen des Theaterklubs.

Zu acht saßen wir gestern im NoKi in der Dr.-Julius-Leber-Straße und hatten einen netten Abend. Der kleine Kreis war geplant, um erst einmal die Grundform der Treffen zu besprechen. Allerdings haben leider auch ein paar Angemeldete kurzfristig absagen müssen; etwas, für das wir uns noch eine Lösung ausdenken müssen. Denn schon bei Stammtischen, die wir früher besucht hatten, war genau das immer das Problem, das die Wirte mit diesen Veranstaltungen hatten. Sie lieben es halt nicht, Platz für viele freizuhalten, um dann nur die Hälfte der avisierten Gäste als solche dann bewirten zu können.

Insofern gilt unser Dank schon jetzt dem Küchenmeister Michael Ritter, dem Inhaber des NoKi, und seinem Team, dass sie diese Anfänge mit uns gemeinsam durchzustehen bereit ist. Und der uns gestern leckeres Essen aufgetischt hat; Fleisch, Fisch und vegan, alles möglich. Im NoKi ist es gemütlich und trotz der Eleganz der Einrichtung sehr familiär. Und das ist Michael Ritter auch sehr wichtig.

Wir freuen uns nun erst mal, dass der Anfang gemacht ist. Am 1. Februar soll sich der Theaterklub dann das nächste Mal treffen.

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Oktober 10, 2015
Geschrieben von: , Kategorie: jo.art

Neue Bilder von früher

Nach und nach finden sich die alten Theaterfotografien unserer Produktion wieder… In alten Negativordnern… Also alles noch analog fotografiert; und in dieser Hinsicht noch näher an unserer Philosophie…

Stöbern Sie gerne unter „Bilder von früher„.

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September 20, 2015
Geschrieben von: , Kategorie: Künstlerstammtisch

Künstlerstammtisch

Ein Künstlerstammtisch in Lübeck? Gibt’s noch nicht?
Wir haben jedenfalls keinen gefunden.

Deshalb soll es ab demnächst einmal im Monat ein Treffen ausgewählter Theater- und Musikschaffenden an einem vereinbarten Ort in Lübeck geben. Bei geselligem Beisammensein können Themen, die uns Kulturschaffende interessieren, erörtert werden. Das Ganze wollen wir natürlich unterstützen mit wohltuender Verpflegung.

Wer Interesse hat, Mitglied des Theaterklubs zu werden, kann sich gerne schon im Vorfeld bei uns melden und in einer kurzen Note erläutern, in welchem Kulturbereich er tätig ist, und warum er gerne dabei wäre.

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September 13, 2015
Geschrieben von: , Kategorie: allgemein

Nicht verzagen!

Wie spricht die Marschallin in Hugo von Hofmannsthals  „Rosenkavalier“?

„Die Zeit, die ist ein sonderbares Ding.
Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts.
Aber dann auf einmal,
da spürt man nichts als sie:“

Wir planen und schaffen, aber sie ist augenblicklich schneller als wir. Und es gibt soviel gleichzeitig zu tun.
Aber, um alles für Sie, unsere Zuschauer, unsere Zuhörer, unser Publikum, so perfekt, so ästhetisch, so erlebnisreich wie möglich zu gestalten, wollen wir möglichst viel im Vorfeld bedenken. Wir werden mit unseren Lesereihen beginnen, die sind am schnellsten und unproblematischsten zu organisieren. Dann werden im Frühling im Rahmen der „Roten Meile“ die ersten szenischen Veranstaltungen folgen. Und im Sommer 2016, neben den umfangreichen SommerNachtsLesungen, werden wir mit den Proben zu „Ein Endgang“ beginnen.

Im November und Dezember dieses Jahres können Sie die ersten beiden WinterAbendLesungen erleben: Im November präsentieren wir das russische Märchen „Oletschka„, das Sie vielleicht besser als „Schneewittchen“ von den Gebrüdern Grimm kennen; im Dezember halten wir dann den Klassiker „Der Nussknacker“ für Sie bereit. Beide WinterAbendLesungen werden im gemütlichen Rahmen des Cafés Frøken Wildhagen in der Lübecker Altstadt stattfinden.