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Februar 01, 2007

Enoch Arden

Diese berührende und an Dramatik reiche Ballade von Alfred Lord Tennyson ist von Richard Strauss kongenial zu einem Melodram verarbeitet worden. Die Musik von Strauss in ihrer spätromantischen sofort in die Seele strahlenden Art macht aus dieser Geschichte ein unvergessliches Erlebnis.

Die Sehnsucht unserer Zeit nach Romantik, nach Natur und Zeiterleben hat daher schon einige Künstler in den vergangenen Jahren dazu verleitet, dies Melodram wieder zur Aufführung zu bringen.
Unter anderem war es bis zu seinem Tod im Repertoire von Dietrich Fischer-Dieskau, der nach seiner Gesangskarriere mehr und mehr auch als Sprecher und Dirigent tätig war.

Stephan Joachim hat das Melodram seit Ende der Neunziger in seinem Repertoire. Im Laufe der Jahre hat er es immer wieder mit verschiedenen Pianisten zur Aufführung gebracht. Anfangs mit Ingo Dannhorn, später, als die Aufführungen durch Lichtstimmungen und Kulissen mehr als szenische Lesung geprägt waren, dann nur mehr mit Pianistinnen, die neben ihrem Spiel immer auch die Figur der Anni verkörpern sollten. So gab es viele erfolgreiche Aufführungen mit Anne Schätz, und später dann mit Angelika Plötz.

In Lübeck wird er es nun mit der Pianistin Saskia Schmidt-Enders zur Aufführung bringen.