Aktuell

Tajana

Wir haben Tajana Prka,
die früher schon oft mit mir gearbeitet hatte, gewinnen können, als weibliche Darstellerin neben Kami Manns in "Ein Endgang" mitzuwirken (Deborah Müller hat sich ja leider vor kurzem von der Produktion verabschiedet).

Das freut mich umso mehr, weil sie nicht nur eine liebe Freundin ist, sondern auch schauspielerisch vollständig überzeugt, dazu tanzen kann und hoch musikalisch ist. Alles genau die Qualitäten, die ich für diese Inszenierung haben will. Da Tajana unterdessen fast mehr im Ausland weilt als in Deutschland, dort eine enorme Karriere vorweisen kann, ist sie auch in Hinsicht auf die Öffentlichkeitsarbeit eine Bereicherung für das Stück (ebenso wie Kami Manns).

Ich freue mich sehr auf die zwar knappe, aber dennoch hoffentlich bereichernde Probenzeit im August, und ich hoffe viele Zuschauer zur Premiere am 1. September begrüßen zu dürfen.
Der Vorverkauf beginnt dann in Kürze sowohl hier im Internet, als auch telefonisch.

Erste Proben

Nun, da alle möglichen Darsteller, neben Deborah Müller und Johannes Berg auch Kami Manns, für "Ein Endgang" gefunden sind, können die Proben beginnen. Da es sich um eine Collage handelt, wird meine nächste Aufgabe sein, geeignete Texte zu versammeln und zusammen zu stellen.
Eine erste Annäherung, was und wie mit Bewegung gearbeitet werden soll, fand schon statt.
Kami Manns improvisierte zu der Musik des Stückes thematisch dicht an der Idee längs (Eindrücke geben die Bilder vielleicht wieder):

   

 

Neue Termine

Kaum begonnen mit Planung und Proben, schon zerrinnt die so schön durchdachte Terminreihe unserer Produktion "Ein Endgang".
Die Meldung, dass die öffentlichen Verkehrsmittel - für uns besonders relevant: Die S-Bahnen der Münchener Stammstrecke - von Anfang Juli bis weit in den August hinein von Freitag abends bis Montag früh zwischen Ostbahnhof und Pasing nicht fahren werden, veranlasst uns dazu, neue Vorstellungstermine anzusetzen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die meisten Zuschauer kein sicheres Gefühl haben, wenn sie nicht wissen, wann was fährt, und das sie den Weg in die Pasinger Fabrik, und damit ja auch ins Theater Viel Lärm Um Nichts, meiden; oder dass es sicherlich auch zu aufwändig ist, auf Schienenersatzverkehre ausweichen zu müssen, ganz abgesehen von der Recherche vorweg.

Wir kündigen die Produktion "Ein Endgang" deshalb  wie folgt neu an:

Premiere
1. September 2012
20.oo Uhr

Weitere Vorstellungen
So., 2. September
Mi., 5. September
Do., 6. September
Fr., 7. September
Sa., 8. September
&
Di., 11. September
jeweils 20.oo Uhr

Entgegenstehen!

Wie können nicht Bilder die Unfaßbarkeit aller Worte enthobenen Geschehnisse aufzeigen. Sie nisten sich in tiefe Regionen unseres Hirns und warten dort als stille Begleiter bis die Seele den Leib verlassen will. Da steigen sie noch einmal an das Licht der rettenden Gedanken und fliehen dann die kraftlos liegende Hülle, die hauchend noch nach ihnen begehrte.
Nun, nun sind sie doppelt gräßlich eingebrannt, und trotzdem Trost, weil durch ihre Macht auch letzte Bande ewig haften können.

Zu schwach zu weinen, erschöpft, im Gang zwar wach, doch hilflos durch die Morgen, Mittage und gar zu sehr die Abende schwankend. Jede Geste ein Bild, eine Rückbesinnung. Matt ergreifend Dinge, erscheint die Hand am fein geschnitzten, doch lebensschwer bestrebten Arm, der Blatt für Blatt wie Granitblöcke wendet. Ein Seufzer, mehr gebraucht als je, stellt unverrückbar den Anschein letzter Atemzüge vor die Brust. Und doppelt stöhnt der Leib, noch mehr durch wiederum Erinnerung.
Erinnerung an Wellen wilder Kämpfe. Die Arme breiten sich wie Schwingen ohne Federn, vom Lebenstod gerupft, Zeichen gebannten Denkens. Keine Möglichkeit mehr neue Flüge zu beginnen, neue Ziele zu stecken. Es kann nur bleiben: Neugier. Der Anker, der den Geist erfrischt, der Körper kann nicht mehr. Wenn alles erlischt ist der letzte Funken Neugier. Neugier auf ein Dann. Auf den Moment, den Nu, an dem Zeit unendlich zu werden beginnt. Auf den Ort hinter dessen Pforte Äonen warten. Neugier auf Welten. Und zu guter Letzt das bißchen Hoffnung. Hoffnung, daß die Neugier ihre Erkenntnis erhält. Hoffnung, ein Hauch. Ein letzter Hauch.

Dann bleibt verderbend Natur als Fleisch, Wurzel neuen Lebens, Atmens, Zeugens; wie lange wird es dauern, bis alles erneut gelebt hat? Jedes Stäubchen, dazu geworden, sich verwandelt hat in Pflanze, Tier und wieder Mensch?

Der erste Muskelkater

Nun. Die erste Probe war als Annäherung gedacht.
Wenn Schauspieler tanzen, Tänzer singen, Sänger sprechen, und Regisseure dazwischen vermitteln sollen, dann, meine ich, kann ein vorsichtiges Herantasten an einen der Gesamtsituation förderlichen Sprachcode sicherlich nicht hinderlich sein.
In diesem Falle, der Arbeit an "Ein Endgang", ist auch das Ausloten körperlicher Grenzgänge notwendig.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es geht nicht darum, eine Schauspielerin in eine Tänzerin zu verwandeln, weil das so auch nicht machbar ist. Jeder hat schließlich jahrelange Erfahrung und Gewohnheiten in seinem Betätigungsfeld, und im Idealfall dies schon seit der Kindheit. Es geht darum, das Tänzerische im Mensch Schauspieler zu suchen, zu finden, und mit seinem Handwerk zusammen zu einer neuen Zeichen-Sprache zu definieren.

- Das hat Deborah heute in einer konzentrierten, engagierten und kreativ intelligenten Art geleistet, und ich kann jetzt nicht anders, als mit Ungeduld die nächsten Proben herbei zu warten, weil ich überzeugt bin, sie hat den Ansatz verstanden; und morgen einen Muskelkater.

Erste Skizzen

Ein Grundgerüst ist entstanden. Die Musik, die mich schon seit Monaten - neben den vielen Requien - begleitet, kann ich allmählich in eine Form bringen. Texte drängen sich vor, somit nach und nach Situationen, Bewegungen, choreografische Elemente.

Skizze zu Ein Endgang

Dieser Augenblick, der dann doch ja keiner ist, dieser Moment, wie könnte er künstlerisch zu finden sein, wenn er nurmehr ein Einziges bleibt, nicht erzählbar, nicht teilbar, da Teilen Erinnern bedeutet, hier nur von Hinterbliebenen?
Sehen wir als Zurückgelassene zu!

Nähern wir uns dem unausweichlichen Nu, er-leiden wir unser eigenes, ganz eigenes Unabwendbare... Gemeinsam.

Ein Endgang

Endlich!

Endlich wird es eine neue Produktion geben. jo.art meldet sich zurück.

Und ENDLICH ist auch das Thema des Stückes. Drei Menschen stellen die das Leben begleitende allüberragende Konstellation des Seins dar: Das Sein, dass im Werden zum Vergehen gezwungen ist.
Eine Tänzerin, die davon spricht und singt, eine Schauspielerin, die davon tanzt und weint, ein Schauspieler, der tanzend den Gesang suchend, den Ahn verliert, zum Ahn werdend vergeht.

"Ein Endgang"!
Im Sommer im Theater Viel Lärm Um Nichts in München.
Und ab jetzt gibt es hier regelmäßig Neuigkeiten rund um die Produktion.

Ein Endgang

Premiere am 28. Juli 2012
Weitere Vorstellungen:
4., 5., 7., 8., 10 & 11. August 2012

Mit
Anna Beke
Deborah Müller
Johannes Berg

&
Annette Gleixner

Das Programm von “Feuersnot”

Nun steht das Programm - nach einigen kleineren Verbesserungen - der letzten SommerNachtsLesung "Feuersnot", die am kommenden Sonntag, 1. August, im Theater VLUN in der Pasinger Fabrik in München statt findet:

Hermann von Lingg: Der Brand von Moskau
Theodor Fontane: John Maynard & Der Tower-Brand
Conrad Ferdinand Meyer: Die Füße im Feuer
Eduard Mörike: Der Feuerreiter
Friedrich Schiller: Das Lied von der Glocke

...
Gottfried Keller: Feuer-Idylle
Heinrich Heine: Belsazar
Emil Rittershaus: Lieder beim Brand

Die Texte finden Sie auch hier unter der Rubrik "Downloads" im Servicebereich.

Der Tower-Brand

Am kommenden Sonntag, in der SommerNachtsLesung "Feuersnot", präsentieren wir Ihnen das weniger bekannte Gedicht "Der Tower-Brand" von Theodor Fontane.
Die in dem Gedicht vorkommenden historischen Gestalten haben wie folgt mit dem Tower zu tun:

Heinrich VI. wurde am 20. Mai 1471 im Tower ermordet.
Lady Jane Grey wurde am 12. Februar 1554 im Tower hingerichtet.
Eduard V. von England (* 1470; † 1483?) und Richard of Shrewsbury, erster Herzog von York (* 1473; † 1483?) wurden 1483 in den Tower gebracht und vermutlich ebenda ermordet.
Anne Boleyn, die zweite Frau von Heinrich VIII., wurde am 19. Mai 1536 im Tower enthauptet.

Der Tower in London

Feuer!

Haben Sie "Die Glocke" von Schiller nur auswendig gelernt oder auch schon einmal rezitiert gehört.
Am kommenden Sonntag liest Stephan Joachim Balladen und Gedichte rund um das Thema Feuer. Feuer, das Städte vernichtet, Feuer, das als Folterinstrument benutzt wird, Feuer, das auf Schiffen, in Mühlen oder vielleicht auch im Herzen brennt.
An bekannten Werken steht noch auf dem Program: "Der Feuerreiter" von Mörike und "John Maynard" von Fontane. Aber auch unbekanntere Werke wie "Der Tower-Brand" oder "Die Füße im Feuer" sollen Sie als Zuhörer faszinieren.

Und mit dem Dichter von "Die Füße im Feuer" haben wir wieder einen neuen in unserem Programm: Conrad Ferdinand Meyer. Er wurde am 11. Oktober 1825 in Zürich geboren. Er studierte Geschichte, Philologie und Malerei. Meyer starb 1898 in Kilchberg.

Der letzte Abend der Reihe SommerNachtsLesungen findet wieder im Theater VLUN in der Pasinger Fabrik in München statt. Beginn ist um 21.oo Uhr, das Ende gegen 22.oo Uhr.



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