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18. Juli 2019

Hab ich nicht in Brabant mit Euch getanzt?

Ein weiteres Werk, das aus kongenialen Shakespeare-Text-Übersetzungen von Margrit Carls entstanden ist:
Hab ich nicht in Brabant mit Euch getanzt. Eine Collage, die aus verschiedenen Werken Shakespeares entstanden ist: So finden sich Passagen aus „Verlorene Liebesmüh“ neben denen aus Sonetten. Mal heiter, oft besinnlich und, weil es zum Leben dazugehört, manchmal auch ein wenig traurig.

Margrit Carls und Eos Schopohl, die großartige Regisseurin, die für die Inszenierung am Theater Viel Lärm um Nichts in München verantwortlich zeichnete, verfassten damals diesen Text, den wir die Ehre haben wiederzugeben:

ER sucht SIE.

Ein Mann ordnet den Nachlass seiner Frau und findet eine Ballmaske.
Durch diese Entdeckung wird er in einen Strudel
von Erinnerungen und Träumen gezogen,
die inneren Bilder überwuchern das Hier und Jetzt.
Ihn verfolgt das Bild einer Frau, die sich ihm in wechselnden Gestalten zeigt,
um sich immer wieder zu entziehen.
Ist es die „große Liebe“, der er vergeblich nachgejagt hat?
Ist es die Frau, mit der er jahrelang Tisch und Ehebett geteilt hat?

„Wenn ich die Augen schließe, sehe ich …“:
Da war was … was war … wie wars … wer war ich …
wer war sie … hab ich die Masken durchschaut …
hat sie mich erkannt … hab ich mich verloren …
war es Liebe … war es Wahnsinn … war es Spaß …
war es wahr … war ich ich…

Sinnliche Erinnerung: Momente werden lebendig:
Momente jenseits von Zeit und Raum, Momente des Aufbruchs,
des Suchens, der Freiheit, die Ekstase des Findens – Glück!
War es das? das Glück? Was folgt? Ernüchterung …
Was bleibt? Die Sehnsucht nach dem einen Augenblick …
Wie da noch einmal hinkommen?

An die Inszenierung damals kommen wir nicht heran. Aber die Textzusammenstellung ist es allemal wert, präsentiert zu werden. Annette Gleixner und Stephan Joachim lesen die Collage daher, mit leichten szenischen Ansätzen, und hoffen Sie dadurch zu berühren.

Reservieren Sie Ihre Plätze für die Premiere am 16. August 2019, 20 Uhr, rechtzeitig.

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01. Juni 2019
Geschrieben von: ;
Kategorie: Kulturdornse, Schauspiel, Veranstaltungen

Proserpina

Carla Gesikiewicz als „Proserpina“

Endlich geht es weiter mit dem Programm der Kulturdornse.
Nach einer Auszeit, in der wir den Wegfall unserer geplanten (und auch teilweise angekündigten) Produktion „Macbeth“ verarbeitet und Pläne für die nächsten Sommermonate geschmiedet haben, kehren wir nun zurück mit der Neuproduktion „Proserpina„, einem Monodrama von Johann Wolfgang v. Goethe.

Mit diesem Werk können wir unserer Linie, klassische Literatur zur Grundlage unserer Arbeit zu machen, treu bleiben. Ebenfalls aber auch dem Weiterentwickeln unserer Stilistik, Erotik oder Frivolität in die Umsetzung einfließen zu lassen; denn auch dieser griechische Mythos birgt wieder erotische Spannung in sich: Pluto raubt Proserpina, die schöne Kore, und verschleppt sie in die Unterwelt. Was sich erst als Unglück zu erweisen scheint, wird am Ende doch… die große Liebe?

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28. Mai 2019

Text ist Musik ist… Klavier

Das Experiment ist geglückt!

Mit „Text ist Musik ist… Klavier“ haben wir eine Reihe gestartet, die unseren Leitgedanken für das Theater aufgreift: Wie schaffen wir es die Sparten wieder zu einer Einheit zu verschmelzen und Aufführungen zu gestalten, bei denen Tanz, Sprache und Musik so ineinandergreifen, dass die einzelnen Darstellungsformen nicht mehr isoliert erkennbar sind.
Ein wahrscheinlich immer noch unmögliches Unterfangen… Aber das Streben danach ist unser Weg.

Peter Ortmann

Peter Ortmann, der in Lübeck unter anderem für die von ihm in der Petrikirche initiierte Konzertreihe „Europas Jazz Legenden“ bekannt ist, improvisiert auf unserem Flügel: Jazz; Stephan Joachim liest: Texte deutscher Expressionisten. Klabund, Heym, Trakl. Und zu guter Letzt: Schiller!

Die Texte sollen sein wie Noten, die Lesart wie Denken beim Musizieren. Dass Stephan Joachim das als Musiker inspirierend vermittelt, der Meinung war das Publikum bei den letzten Terminen.

Ein Jazzkonzert mit zwei Instrumenten: Stimme und Klavier, Text und Noten…

Wir bringen diesen Abend nun am kommenden Wochenende, am Samstag, 14. September, um 20 Uhr, nochmal und hoffen auf zahlreiche Interessierte…

Reservieren Sie Ihre Plätze gerne hier im Vorfeld.

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22. April 2019

Habe nun, ach…

…weder Skrupel noch Zweifel.

Ein Diskurs über Gott und die Welt.

Inspiriert von der Reihe „Bibel und Literatur“ von Gottfried Schmidt, der diese Reihe als Pfarrer der Hessisch-Nassauischen Landeskirche in Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Dramaturgie des Hessischen Staatstheaters über viele Jahre anbot, treten wir in seine Fußstapfen und bieten eine Reihe für unsere Kulturdornse an, die sich mit einem Angebot gehobener Literatur an unsere Gäste wendet und zur jeweiligen Diskussion bzw. Zusammen- und Auseinandersetzung über kulturrelevanten Themen einlädt.

Es geht um Werteerhalt und Werteverfall der Gesellschaft im 21. Jahrhundert.

 

Wir freuen uns auf Sie am Sonntag, 19. Mai 2019.

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01. Februar 2019
Geschrieben von: ;
Kategorie: Kulturdornse, Schauspiel, Veranstaltungen

Macbeth

Dieses Jahr beginnt zwar mit nur wenigen Veranstaltungsterminen. Das liegt aber daran, dass wir mit Macht ab sofort beginnen unsere inszenierte Fassung von Macbeth zu proben, William Shakespeares Tragödie in einer kongenialen Neuübersetzung von Margrit Carls, die wir in eine Performance voller Kraft, Erotik und Dramatik bringen.

An- und eingepasst in unseren Raum und im Sinne der Erstinszenierung als eine die Zuschauer anteil nehmen lassende, wird diese Inszenierung ein „Hexenritt“ durch die schottische Geschichte um Mord, Gier und Rache.

Anne Patzer als Lady Macbeth verführt Stephan Joachim als Macbeth zu Intrige und Krone.

Seien Sie dabei.